Aktualisiert am 31.01.2012
 
 

Informationen Mohlsdorf - Reudnitz - Gottesgrün - Kahmer - Waldhaus.
Pressemeldungen 2012 - Januar

Januar
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31.Januar 2012/OTZ

Neue Straßenschilder für die Landgemeinde

Einfache Ummeldung für Kfz-Besitzer

OTZ/HZ

Mohlsdorf. Im Rahmen der Fusion zur Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf wurden wegen Dopplungen auch drei Straßen-Umbenennungen nötig. Betroffen sind in Mohlsdorf die Bahnhofstraße und der Gartenweg und im Teichwolframsdorfer Ortsteil Waltersdorf die Dorfstraße. Gestern wurden im Beisein von Christian Häckert (CDU), Beauftragter des Freistaates für die Landgemeinde, von Bauhof-Mitarbeitern die neuen Schilder angebracht. Die Bahnhofstraße in Mohlsdorf heißt ab sofort Mohlsdorfer Bahnhofstraße, der Gartenweg jetzt Gartenstraße und die Dorfstraße in Waltersdorf wird von nun an Waltersdorfer Dorfstraße genannt. Ausschlaggebend für die Auswahl der Gemeinderäte, welche Straßen umbenannt werden, waren ganz naheliegende Dinge, erklärt Häckert. So hätten in der Bahnhofstraße und im Gartenweg in Teichwolframsdorf mehr Anlieger gewohnt als in den beiden Mohlsdorfer Straßen. Und in Waltersdorf müssen nach der Umbenennung der Dorfstraße weniger Schilder ausgetauscht werden, als wenn die Gemeinde die Dorfstraße in Kahmer umbenannt hätte. Auf neue Ortsschilder müssen die Landgemeindebewohner allerdings noch etwas warten. Hier müssen noch mit dem Landratsamt und dem Straßenbauamt Ostthüringen letzte Details wie zum Beispiel: was genau auf den Schildern steht und welche Farbe sie haben sollen geklärt werden. Am 16. Februar gibt es diesbezüglich ein Treffen zwischen Vertretern der Gemeinde und der beiden Ämter. Danach werden auch die Ortsschilder, 38 betrifft es insgesamt, ausgetauscht. Gute Nachrichten gibt es für alle Kraftfahrzeug-Besitzer der Landgemeinde. Mit der Zulassungsstelle in Weida wurde eine Vereinbarung getroffen, die die durch die Fusion notwendig gewordene Ummeldung vereinfacht. Demnach können ab dem 28. Februar immer dienstags in den Bürgerbüros in Mohlsdorf und Teichwolframsdorf der Fahrzeugschein und eine Kopie des Ausweises abgegeben werden. Ein Verwaltungsmitarbeiter bringt diese dann nach Weida, wo die Zulassungsstelle die Ummeldung am Mittwoch vornimmt. Am Donnerstag können die Papiere dann wieder in den Bürgerbüros abgeholt werden. Um Voranmeldung wird aber gebeten, da maximal 100 Fälle auf diese Weise bearbeitet werden können. Durch diesen Vorgang erspart man sich die Fahrt nach Weida. Wer will, kann aber selbst in die Osterburg-Stadt fahren. Auf Antrag in der Landgemeinde werden auch die Ummeldungs-, nicht aber die Fahrtkosten erstattet.


31.Januar 2012/OTZ

Wahlleiter wird berufen

Teichwolframsdorf. Im Gasthof "Zum grünen Tal" trifft sich heute um 19 Uhr der Gemeinderat Mohlsdorf-Teichwolframsdorf zu einer Sitzung. Themen sind die Einstufung des Amtes des hauptamtlichen Bürgermeisters, die Berufung eines Wahlleiters und Stellvertreters, Richtlinie zur Stärkung der örtlichen Gemeinschaft, die Motorsportanlage Sorge-Settendorf, Kirschallee Waltersdorf sowie der Greizer Weg.
Interessierte sind willkommen.
OTZ


31.Januar 2012/OTZ

Spannung bis zur letzten Kugel

Kegeln, Herren 1. Landesklasse
FSV Mohlsdorf - Turbine Schmölln II 5147:5156

OTZ/Frank Knüpp

Mohlsdorf. Spannungsgeladene Kegelkost bot die Begegnung in der 1. Landesklasse der Herren auf der Mohlsdorfer Bahn. In der Einstiegspartie zeigte Johannes Wiesner (FSV) seinem Gegner Ten Seidel seine Grenzen auf. Während Letzterer bei den Vollen noch mit 595:598 knapp vorn lag, legte Wiesner bei den Abräumern mit 269:226 zu und konnte den Gang bei 6:19 Fehlern mit 864:824 Holz siegreich beenden. Diesen 40-Holz-Vorsprung baute Sebastian Haußner (FSV) um zwei Holz aus, indem er sein Match gegen Sven Kamprad mit 842:840 Holz für sich entschied (553:580 Voller/289:260 Abräumer/13:17 Fehler). Schlechter trafen es die Mohlsdorfer Spieler in der zweiten Partie des Tages. Heiko Reiher fand gegen Uwe Kunze nicht recht ins Spiel und musste sich diesem letztlich mit 837:865 Holz geschlagen geben (587:602 V./250:263 A./16:11 F.). Der durch eine Verletzung gehandicapte Daniel Schaub konnte bei den Vollen noch bei 595:594 mit seinem Gegner Steffen Trompke mithalten, jedoch konnte dieser mit den Abräumern (234:266) und beim Fehlerverhältnis (18:7) deutlich Boden für die Gäste gutmachen, die nun mit 17 Holz in Führung lagen. Voller Spannung gingen die letzten beiden Paare auf die Bahn, denn noch war nichts verloren. Jens Hahn und Rolf Nicolaus (beide FSV) legten bei den Vollen mit 612:597 bzw. 599:558 gegen Uwe Strunz und Bernd Lehmann ordentlich vor, bauten aber bei den Abräumern mit 281:294 bzw. 283:318 wieder ab und die Fehlerleistungen von 10:4 bzw. 9:2 sorgten für einen Partie-Endstand von 893:891 bzw. 882:876 Holz. Das reichte jedoch nicht zum Sieg der Mohlsdorfer, die sich bei einem Finalstand von 5147:5156 also mit neun Holz selten knapp geschlagen geben mussten. Doch trotz der verlorenen Partie zeigten die Mohlsdorfer Herren einen großen Kampfgeist.


31.Januar 2012/OTZ

Deutlicher Sieg der FSV-Keglerinnen

FSV Mohlsdorf - SKK Stadtroda 1666:1580

OTZ/Frank Knüpp

Mohlsdorf. Um es vorweg zu nehmen, die Damen des FSV zeigten in diesem 1. Landesklasse-Match einmal mehr, dass sie bei entsprechender Motivation sehr gute Siege einfahren können. Auch wenn Angelika Meyer (FSV) nicht in Form zu sein schien und sich ihrer Kontrahentin Bärbel Rupp mit 376:387 Holz (270:289 V./106:98 A./15:12 F.) geschlagen geben musste, biss sie sich bis zum Partieende tapfer durch. Mit Ilona Görner, einer Stütze der FSV-Damen, ging es dann für die Mohlsdorfer auf die Siegerstraße. Sie bezwang ihre Gegnerin Sylke Sehrt eindeutig mit 437:410 Holz (299:283 V./138:127 A./8:7 F.) und brachte so den Mohlsdorfern einen 16-Holz-Vorsprung. Doch es sollte noch besser kommen, denn eine an diesem Tag überragende Jennifer Hartisch (FSV) ließ ihrer Kontrahentin Sigrun Buchda nicht den Hauch einer Chance und beendete die Partie 448:417 Holz (311:283 V./137:134 A./6:10 F.), womit sie den Vorsprung der Mohlsdorfer auf 47 Holz ausbaute. Dieses Polster nahm Antje Buhtz aber nicht als Aufforderung zum Ausruhen, sondern als Ansporn, es ebenso gut zu machen. Zwar schaffte sie dies nicht ganz, doch auch ihr Spiel gegen Karola Bauer und das Ergebnis von 405:366 Holz (271:252 V./134:114 A./5:11 F.) konnten sich sehen lassen und fundamentierten den Mohlsdorfer Sieg.


28.Januar 2012/OTZ

Meine Woche

Verwurschtelt

Katja Grieser über eine nahrhafte Woche

Brot, Brötchen, Salami, Bier klingt nach Abendbrot. Doch nicht nur das. Die zurückliegende Woche ist eine sehr nahrhafte gewesen, finde ich. Zunächst einmal wäre Heiko Wendler zu erwähnen. Der Bäcker ist Fan der jungen Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf und zeigt es auch. "Moh-Tei-do"-Brot und -Brötchen gibt es nun bei ihm. Die hat er jeweils aus zwei verschiedenen Teigsorten zu einem Ganzen geformt entsprechend dem Gemeindevorbild. Gut sehen Brot und Brötchen aus, schmackhaft sollen sie sein. Und die Fangemeinde der Backwaren, deren Name an asiatische Kampfkunst erinnert, wächst bereits. In Mohlsdorf, so wird gemunkelt, werden schon die Hände ausgestreckt nach der Pro-Landgemeinde-Leckerei. Der Genuss von Brot und Brötchen wird bekanntlich durch den Belag gesteigert. Zumindest meist. Denn die Salami, die Unbekannte in einem Wald bei Kühdorf illegal entsorgt haben, möchte ich nicht verzehren müssen. Wer sich da Entsorgungskosten für die alte Wurst sparen wollte, muss die Polizei erst noch herausfinden. Zentnerweise Salami im Wald ein ungewöhnlicher Fund. Und so hat der Einsatz der Polizisten für viel Gelächter unter deren Kollegen gesorgt. Übrigens auch unter meinen, als ich vom Wurst-Artikel erzählte. Apropos Wurst. Die scheint in Berlin zur Grünen Woche reißenden Absatz zu finden. Die Kraftsdorfer seien überaus zufrieden, wie ich gehört habe. Thüringen will eben mit Hilfe von Gaumenfreuden in Erinnerung bleiben. Gästen in Bierlaune die Region schmackhaft machen hoffentlich funktioniert das. Bier ist das nächste Stichwort. Denn die Greizer Vereinsbrauerei hat nun bereits die zweite Sorte vergoldet bekommen. Einfach, weil die Qualität stimmt und das Bier schmeckt. Beim Thema Qualität muss ich noch einmal zur entsorgten Salami zurückkommen. Ein Internetnutzer hat eine Idee, was es mit der abgelagerten Wurst auf sich haben könnte: Waschbärfütterung?, fragt er. Das dürfte eher unwahrscheinlich sein. Auch wenn jetzt ein Waschbär mehr auf Nahrungssuche durch die Gegend streift. Schuld daran sind die, die ins Waschbärgehege der Schule Reudnitz eingebrochen sind und erheblichen Schaden angerichtet haben. Eine mindestens genauso große Sauerei wie illegales Wurstentsorgen.


28.Januar 2012/OTZ

Sagen der Region: Das kopflose Gespenst

Das kopflose Gespenst blickt einem Bergaer über die
Schulter, der gerade Holz stiehlt.
Illustration: Annette Zaumsegel

Sagen der Region eine Spurensuche: Ein Spuk treibt in zwei Wüstungen beim Dorf Wolfersdorf sein Unwesen

Von Holger Zaumsegel

Greiz. Im Sagenheft "Die Mühle unter der Teufelskanzel" von Rudolf Schramm wird von zwei Wüstungen nahe des heute zu Berga gehörenden Dorfes Wolfersdorf berichtet, in denen ein Gespenst ohne Kopf sein Unwesen getrieben haben soll. Eine Wüstung wird im Volksmund "Altwolfersdorf" genannt und soll sich nahe den sieben "schwarzen Teichen" befunden haben. Am Standpunkt des wüst geworden Ortes soll ein langer dürrer Mann ohne Kopf aufgetaucht sein. Im Sagenheft wird berichtet, dass der Spuk einmal zwei Männern, die Reisigbündel hackten, erschien und die beiden eilends die Flucht ergriffen. Auch habe das Gespenst einmal einem Bergaer, der Feuerholz stahl, über die Schulter geschaut. Natürlich ergriff auch dieser Mann die Flucht. Ähnliche Spukgeschichten werden von einer Wüstung "Friedrichsdorf", die sich in einem an das Wolfersdorfer Holz angrenzenden Tal befunden haben soll, erzählt.
OTZ-Sagenexperte Frank Reinhold hat sich mit den Orten des Geschehens auseinandergesetzt: Von den beiden in der Sage genannten Ortswüstungen lässt sich zumindest Altwolfersdorf, wenn auch nicht unter diesem Namen, durch Geländemerkmale nachweisen. Bevor auf diese Wüstung eingegangen wird, noch kurz zu "Friedrichsdorf". Den gleiche Namen soll, wie Otto Steinmetz in seinen "Osterländischen Wanderungen" bemerkt, ein untergegangener Ort bei Seifersdorf getragen haben. Es könnte hier also eine Verwechslung vorliegen.
"Altwolfersdorf" ist sozusagen nur ein Notname für einen Ort, dessen einstige Benennung man nicht kennt. Die Existenz einer solchen Wüstung hat Helmut Barth 1949 in seiner Monografie "Die Wüstungen der Landkreise Greiz und Schleiz" durch Bodenanalyse nachgewiesen. Dieser Nachweis ist umso wertvoller, als wenige Jahre später der Uranbergbau Teile der Landschaft für immer veränderte. Der Ort soll nach Angabe der Wolfersdorfer Chronik von Willy Fröhlich und Heinz Geipel von Slawen gegründet worden sein und "Bahlen" geheißen haben.
Ausgangspunkt für diesen rekonstruierten und urkundlich nicht nachweisbaren Namen sind die heutigen Wolfersdorfer Flurbezeichnungen "Bählerberg", "Bählerwiese" und "Bählerbach" auf dem Territorium der untergegangenen Siedlung.
In der genannten Chronik finden sich Aufzeichnungen des 1888 geborenen Pfarrers Kurt Zorn, die dieser in den Jahren 1966 und 1967 machte. Dessen Vater Oskar Zorn (1867 bis 1939) stammte aus der heute nicht mehr vorhandenen Kleinkundorfer Mühle. Wertvoll ist die genaue Beschreibung der Örtlichkeiten. 1955 fand man beim Abtragen des der Familie Zorn gehörenden 24 Hektar umfassenden Waldes auf dem Bählerberg "als Oberlage nur Sand und Kieselsteine vor und darunter das Wismuterz (gemeint ist das Uran). Anders in der westlich davon und gegenüber bis an die Wolfersdorfer Mückenstraße liegenden leicht ansteigenden Talebene."
Die "Mücke", ein beliebter Gasthof, fiel dann dem Bergbau zum Opfer. Die Frage von Pfarrer Zorn nach eventuellen Funden beantwortete ein Arbeiter wie folgt: "Am Bählerberg nicht, aber westlich der Bählerwiese nach der Mückenstraße zu, sah ich viele kantige gehauene Steine, und ich wunderte mich, wie diese dorthin gekommen seien." Kurt Zorn war sich sicher, hier die Stelle gefunden zu haben, wo sich das alte Dorf befand. Hier verlief der Bählerbach, der einst eine Mühle antrieb, dessen Mühlgraben noch bis zum Beginn des Uranbergbaus zu sehen war, "er führte unterhalb des späteren Feldrandes als lange Vertiefung hin und hob sich vom umgebenden Gelände als Graben ab."
Weiteres kann in Heft 8/1991 des "Greizer Heimatboten" nachgelesen werden. Ausführlicheres und Ergänzendes, zum Beispiel zu den "Schwarzen Teichen" und deren heutigem Zustand, finden sich in den vom Kleinkundorfer Chronisten Gundo Benkel in den letzten Jahren herausgegebenen "Eichenblättern", die über das Bergaer Heimatmuseum "Spittel" zu erwerben sind.
 
Vorschau In der kommenden Folge untersucht Dr. Fank Reinhold Sagen vom Horchengehen.


28.Januar 2012/OTZ

Reudnitz tut sich bei Rothenstein lange schwer

Handball Männer, Verbandsklasse
TSV 05 Rothenstein - TSG Reudnitz 28:29 (17:13)

OTZ/Gerwin Bölke

Kahla. Das Punktspiel in der neuen Kahlaer Sporthalle begann mit fast einstündiger Verspätung. Beide Mannschaften erschienen rechtzeitig, nur die Schiedsrichter waren auf Grund einiger Informationsdefizite praktisch zur falschen Zeit am falschen Ort, denn ursprünglich war die Begegnung in der Sporthalle in Stadtroda angesetzt. Reudnitz hatte einen schlechten Start, fand überhaupt nicht ins Spiel und Rothenstein nutzte die Chance, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. Bereits nach wenigen Minuten lagen die Gäste mit 2:9 zurück. Die Concordia-Abwehr musste ein ums andere Mal die Rothensteiner ziehen lassen, und im Angriff verhinderten mehrmals der Pfosten und die Rothensteiner Abwehr den Torerfolg. Die TSG Concordia hatte zumindest bis zum 13:17-Halbzeitstand aus ihrer Sicht den Anschluss wieder einigermaßen hergestellt. Nach dem Seitenwechsel festigte sich die Reudnitzer Abwehr. Raik Lukas im Tor hatte einige gute Szenen, Thomas Schäfer motivierte lautstark seine Nebenleute, und etwa in der 45. Spielminute war der Ausgleich in greifbarer Nähe. Den schaffte Thomas Anders allein mit drei Toren in Folge zum 25:25. Jetzt waren Übersicht und Cleverness gefragt. Als Marcus Mucke zum 28:26 und Thomas Schäfer zum 29:27 für Reudnitz einwarfen, war der knappe Sieg gesichert. Concordia empfängt heute in der Sporthalle Pohlitz den Post SV Gera III, der zwar gegen Oettersdorf mit 26:27 den Kürzeren zog, aber sich besonders auswärts immer als spielstarker und routinierter Gegner präsentiert. Anwurf ist 16.30 Uhr.
Reudnitz mit: Schneider, Lukas, Mucke (8 Tore), Philipp Schäfer, Anders (9), Jens Lüttchen (2), Plietsch (2), Thomas Schäfer (3), Jörg Lüttchen (1), Lippold, Götze (2), Kraus (2).


28.Januar 2012/OTZ

Stadtrat Berga tagt am Dienstag

Berga. Um Änderungen in der Besetzung des Stadterneuerungs-, Bau- und Vergabeausschusses sowie die Zweckvereinbarung über die Erbringung von EDV-Dienstleistungen für die Gemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf geht es am Dienstag um 19 Uhr in der Sitzung des Stadtrates Berga. Im nicht öffentlichen Teil kommen Themen wie der Freizeitpark Berga und verschiedene Grundstücksangelegenheiten auf den Tisch.
OTZ


27.Januar 2012/OTZ

Töpfer trommelt für Thüringen

Ralf Naundorf als Werbeträger für die Region auf "Grüner Woche".

OTZ/KG

Berlin. Als der Reudnitzer Roland Vater und seine Frau am Dienstag auf der "Grünen Woche" in Berlin waren, trafen sie dort auf ein bekanntes Gesicht. Ralf Naundorf aus Waldhaus saß diesmal allerdings nicht an der Töpferscheibe, sondern auf einem Pferd. Er beteiligte sich an einer Tiervorführung, machte dabei auch Werbung für Thüringen. Unser Leser Roland Vater griff kurzentschlossen zur Kamera und hielt den reitenden Töpfermeister im Bild fest. Doch Ralf Naundorf trommelt nicht nur bei der Tiervorführung, zu der er durch die Bekanntschaft mit dem XXL-Ostfriesen Tamme Hanken gekommen ist, für Thüringen. Auch in Halle 5/2, in der sich unter anderem der Landkreis Greiz präsentiert, ist der Waldhäuser unermüdlich für seine Heimat im Einsatz, wie Steffen Täubert vom Landratsamt bestätigt. Täubert, der von Montag bis gestern bei der Messe war, ist begeistert von der Teilnahme. "Unsere Aussteller sind zufrieden", sagt er und denkt dabei etwa an die Kraftsdorfer, deren Wurstverkauf "super" laufe und die laut Steffen Täubert seit Mittwoch die Kosten rein haben und in Berlin Geld verdienen. Das "Wohlfühlkonzept", mit dem man sich zur "Grünen Woche" präsentiert, gehe auf, so Täubert.
 
Töpfermeister Ralf Naundorf aus Waldhaus bei einer Tiervorführung zur "Grünen Woche" fotografierte unser Leser Roland Vater.
 
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Bild, Bier, Beutel

Katja Grieser zur Präsentation auf der "Grünen Woche"

Eine positive Zwischenbilanz zog Steffen Täubert vom Landratsamt gestern: Bis Sonntag läuft die "Grüne Woche" und die Messeteilnehmer aus der Region seien schon jetzt vollauf zufrieden. Die Kraftsdorfer machen mit ihrem Wurstverkauf seit Mittwoch Gewinn, Ralf Naundorf wirbt bei jeder Gelegenheit für die Region und die Besucher kämen gern in Halle 5/2. Letzteres liege am Wohlfühlkonzept, das man fährt. Soll heißen, dass die Bierzeltgarnitur steht, die kulinarische Versorgung stimmt und es dazu Musik gibt Gemütlichkeit, die den Gästen gefällt und hoffentlich dazu beiträgt, dass sie sich etwa bei künftiger Urlaubs- und Ausflugsplanung an Thüringen, speziell den Landkreis Greiz, erinnern. Dazu wollen die Vogtlandwerkstätten ihren Beitrag leisten. Und zwar mit individuellen Beuteln, die neben Elstertalmotiv auch ein Foto des Beutelträgers ziert. Der Clou: Die Besucher müssen ein paar Minuten Geduld haben, bis der Beutel fertiggestellt ist. Wartezeit, die sie am besten damit verbringen sollen, sich weiter über Thüringen zu informieren und die Besonderheiten der Region zu entdecken. Bild, Bier, Beutel clevere Werbeaktion.


27.Januar 2012/OTZ

Haushalt 2012 erst im Mai im Greizer Stadtrat

Plan am Mittwoch im Ausschuss vorgelegt

Von Katja Grieser

Greiz. Erst am 16. Mai und damit nach der Bürgermeisterwahl am 22. April soll der Haushalt 2012 der Stadt Greiz vom Stadtrat beschlossen werden. Das sagte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) auf Nachfrage. Grüner hatte den Hauptausschussmitgliedern in der Sitzung am Mittwochabend den ersten Haushaltsplanentwurf vorgelegt mit dem Hinweis, dass dieser noch nicht vollständig sei. Am 17. Februar, so der Rathauschef, gebe es dann ein vervollständigtes Exemplar. Gerd Grüner betonte auf Nachfrage zum Haushalt nochmals, weshalb der Entwurf so spät vorliege. Bereits im April vergangenen Jahres habe die Verwaltung begonnen, am Haushalt 2012 zu arbeiten, bis 1. Juli sei der erste Verwaltungsentwurf erstellt gewesen. "Dann gingen die wüsten Streichungen des Landes los", so der Bürgermeister. Erst am 29. Dezember habe er den konkreten Betrag 1,7 Millionen Euro erfahren, die Greiz vom Land bekommt. Auf diesen Betrag habe er warten wollen. Nun stehen laut Grüner Beratungen in Ausschüssen und Fraktionen an. Er hat am Mittwoch allen Fraktionen angeboten, dass er zu ihnen kommt und den Haushalt bespricht. "Im gleichen Zeitraum will ich den Bürgerhaushalt den Bürgern nahe bringen", sagt er. Im April sollen die Vorschläge zum Haushalt in einer Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses beraten werden. Am 16. Mai soll er dann vom Stadtrat beschlossen werden. "Wir haben also diesmal zwei Monate für die Diskussion, früher waren es vier. Das wird eine sportliche Übung", meint der Rathauschef.


27.Januar 2012/OTZ

Niederlage für Reudnitzer beim Tabellenführer

Handball: männliche Jugend C, Landesliga
HSV Weimar - Concordia Reudnitz 44:20 (24:7)

OTZ/Gerwin Bölke

Weimar. Gegen den Tabellenführer Weimar zu verlieren ist kein Beinbruch. Am Ende aber fiel die Niederlage für die Reudnitzer Jugend viel zu hoch aus. Die Gastgeber liefen einen Konter nach dem anderen und waren dem Concordia-Team in jeder Beziehung überlegen. Während die Reudnitzer Abwehr mit den präzisen Pässen und den technisch perfekten eins zu eins Aktionen der Gastgeber häufig überfordert war, kam es im Angriff nur sporadisch zu erfolgreichen Torwürfen. Eine kleine Steigerung der TSG gab es nach dem Seitenwechsel. Die Defensive blieb zwar weiter blass, aber in der Offensive gelangen jetzt einige Aktionen und Spielzüge, die auch in den vergangenen Begegnungen zum Erfolg geführt hatten. Morgen ab 15 Uhr in der Sporthalle Greiz-Pohlitz ist der HSC Erfurt zu Gast, eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld. Mit einer wesentlich besseren Leistung als gegen Weimar kann sich das TSG-Team gute Chancen ausrechnen.
Reudnitz: Cramer, Ott, Ehlich (3 Tore), Ressel (1), Oettmeier, Bobek, Keßler (10), Dalmatov (6).


27.Januar 2012/OTZ

Hohenölsener holen Pokal

Die drei erstplatzierten Mannschaften des Rudi-Geiger-Turniers für Grundschüler: der Zweite, das Team der Grundschule Frießnitz (in Grün), das Siegerteam der Grundschule Hohenölsen (in Rot) und der Dritte, das Team der Grundschule Rückersdorf (in Blau).

Bester Tormann des Turniers wurde Erik Walther (links) von
der Grundschule Mohlsdorf, erfolgreichster Torjäger Luca
Böttger von der Grundschule Frießnitz mit acht Treffern.
Foto: Peter Reichardt

Hallenfußball: Elf Grundschulmannschaften mit 86 Aktiven nehmen am Rudi-Geiger-Turnier in der Sporthalle am Ulf-Merbold-Gymnasium teil.

Von Peter Reichardt

Greiz. 31 Jahre Rudi-Geiger-Turniere der Schuljugend im Hallenfußball eine Tradition, die sich durchgesetzt hat, und eine Ehrerbietung an das Greizer Fußballidol ist, das leider viel zu früh verstarb. Am Dienstag hatten die Grundschüler ihren großen Tag in dieser Turnierserie. Elf Grundschulmannschaften mit 86 Aktiven am Start, das verlangte von der Turnierleitung organisatorisches Können, um den straffen Zeitplan einzuhalten. Immerhin mussten 30 Turnierspiele absolviert werden, um die Sieger zu ermitteln. In zwei Vorrundengruppen galt es, sich möglichst gut zu präsentieren. In der Vorrundengruppe A gelang das dem Team der Grundschule Frießnitz am besten, denn mit 15 Punkten bei 20:3 Toren sicherten sie sich den Einzug in das Finale. Auf Platz zwei kam das Team der Grundschule Rückersdorf mit zehn Punkten bei 12:5 Toren. Damit stand die Grundschule Rückersdorf im kleinen Finale um Platz drei. Es folgten auf den weiteren Plätzen das Team der Grundschule "Johann Wolfgang Goethe" Greiz (8 Punkte/7:3 Tore), das Team der Grundschule Mohlsdorf (7/7:2), das Team der Grundschule Berga (3/2:12) und das Team der Grundschule Greiz-Irchwitz (0/0:24). In der Vorrundengruppe B waren es die jungen Kicker von der Grundschule Hohenölsen, die die Anforderungen dieses Hallenfußballturniers am besten meisterten, zwölf Punkte bei 11:0 Toren erkämpften und sich damit den zweiten Finalplatz holten. Für das kleine Finale um Platz drei konnten sich hier die Kicker der Grundschule Greiz-Pohlitz mit neun Punkten bei 4:2 Toren qualifizieren. Auf den weiteren Plätzen folgten das Team der Grundschule "Gotthold Ephraim Lessing" Greiz (6/7:2), das Team der Grundschule Naitschau (3/2:11) und das Team der Grundschule Teichwolframsdorf (0/1:10). Im Spiel um Platz 9 zwischen den Teams der Staatlichen Grundschule Berga und der Staatlichen Grundschule Teichwolframsdorf musste das Siebenmeter-Schießen den Sieger bestimmen, stand es nach der regulären Spielzeit doch 1:1. Sieben Runden waren notwendig, bis der 4:3-Sieg für die Bergaer fest stand. Auch im Spiel um Platz 7 zwischen den Teams der Staatlichen Grundschule Mohlsdorf sowie der Staatlichen Grundschule Naitschau musste das Strafstoßschießen her. Die Mohlsdorfer Grundschulkicker hatten die besseren Nerven und siegten mit einem Endstand von 4:2. Ein innerstädtisches Derby gab es im Spiel um Platz 5 zwischen den Mannschaften der Staatlichen Grundschulen "Johann Wolfgang Goethe" und "Gotthold Ephraim Lessing" Greiz. Die Lessingschüler gewannen mit 2:0 durch Tore von Alexander Gräz und Florian Heyer. Das Team der Staatlichen Grundschule Rückersdorf gegen das der Staatlichen Grundschule Greiz-Pohlitz, so die Gegner im Spiel um Platz drei. Die Kicker von der Pohlitzer Höhe scheiterten an der dicht stehenden Deckung der Rückersdorfer Kicker, die mit 2:0 gewannen. Im Finale stand das Team der Staatlichen Grundschule Frießnitz gegen das der Staatlichen Grundschule Hohenölsen. Auch die beiden Mannschaften lieferten sich wahrlich einen Fußballkrimi und rissen die Zuschauer auf den Rängen von den Sitzen. Maurice Strauß von der Staatlichen Grundschule Hohenölsen brachte sein Team in Front, doch Tobias Dannhauer konnte für die Frießnitzer Kicker zum 1:1 ausgleichen. Unentschieden nach der regulären Spielzeit bedeutete auch hier Siebenmeter-Schießen. Mit 3:2 setzte sich Hohenölsen hier durch und holte den Rudi-Geiger-Pokal. Erfolgreichster Torschütze dieses Turniers wurde mit acht Treffern von der Staatlichen Grundschule Frießnitz Luca Böttger. Zum besten Keeper dieses Turniers wählten die Mannschaftsbetreuer und Übungsleiter Erik Walther, der von der Staatlichen Grundschule Mohlsdorf kommt.
OTZ


27.Januar 2012/OTZ

Trauranzeige: Tobias Büttner - Reudnitz


26.Januar 2012/OTZ

Super-Qualität und Service

Andrea Pfeffer, Peter Farr, Guntram Lein und Stephan Krauß (v.l.) vom Autohaus Lein in Mohlsdorf.

Autohaus Lein GmbH in Mohlsdorf erhält Auszeichnung vom TÜV

Antje-Gesine Marsch

Mohlsdorf. Im Autohaus Lein freute man sich dieser Tage über eine Auszeichnung, wie man sie nicht alle Tage bekommt. Für hervorragende Arbeits- und Servicequalität wurde das Autohaus von der unabhängigen Sachverständigen-Organisation TÜV SÜD ausgezeichnet. "Im Zuge eines Werkstatt- Tests, bei dem ein Fahrzeug zur Durchführung einer Inspektion angemeldet und gleichzeitig mit verschiedenen Mängeln präpariert wurde, hat der TÜV SÜD den kompletten Serviceprozess getestet", wie der G eschäftsführer des Autohauses, Guntram Lein erklärte. Dies umfasste die Terminvereinbarung, Serviceannahme, Auftragserteilung, Mängelbehebung am Fahrzeug bis hin zur Fahrzeugabholung. "Auch der Gesamteindruck des Betriebes wurde bewertet", so Lein. Besonders stolz zeigt sich der Geschäftsführer, dass die Mitarbeiter seines Autohauses alle Mängel gefunden und beseitigt haben; der Service wurde hervorragend bewertet.


26.Januar 2012/OTZ

Auswärtssieg für Mohlsdorfer Kegler

KSV Heinrichsbrücke Gera II - FSV Mohlsdorf 4822:4939

VOTZ/Frank Knüpp

Gera. Nach der Heimniederlage am vergangenem Spieltag in der 1. Kegel-Landesklasse reisten die FSV-Kegler mit dem Willen zum Sieg in Richtung Gera, und diese Einstellung sollte spielbestimmend werden, denn gleich im ersten Gang ließ Sebastian Haußner (FSV), mit 857 Holz bester Spieler des Tages, seinem Gegner Stefan Meyer (818 Holz) kaum eine Chance. Im Ergebnis noch eindeutiger gewann der Mohlsdorfer Rene Adler. Durch seine 841 Holz bezwang er die Geraer Lutz Heiland (395 Holz) und nach Wechsel Hans-Peter Wildensee (396 Holz) mit einer Differenz von 50 Holz. In der zweiten Paarung musste sich der Mohlsdorfer Rolf Nicolaus (818 Holz.) dem KSV-Spieler Thomas Richter (823 Holz) mit fünf Holz Differenz knapp geschlagen geben, während Heiko Reiher (821 Holz) den Mohlsdorfer Vorsprung um 40 Holz ausbauen konnte, da sein Gegner Klaus Schüler nur 781 Holz erzielte. Spannend gestaltete sich wieder das Match von Daniel Schaub (FSV), denn erst mit der letzten Kugel entschied sich seine Partie gegen Klaus Weidlich, die mit 790:789 Holz denkbar knapp mit einem Holz mehr für Schaub endete. Die letzte Partie des Tages musste der Mohlsdorfer Jens Hahn an den KSV-Mann Volker Reinhardt abgeben. Hahns Leistung von 812 Holz reichte diesmal nicht zum Partie-Sieg und er musste geschlagen das Feld dem Geraer, der 820 Holz erspielte, räumen. Dennoch ist die Bilanz des Wochenendes aus Sicht der Mohlsdorfer erfolgreich und sie können mit dem Erfolg in Gera ihren siebenten Tabellenplatz behaupten.


26.Januar 2012/OTZ

Traueranzeige: Klaus Krätzig - Mohlsdorf


25.Januar 2012/OTZ

Das Brot der Landgemeinde

Elvira Wendler von der gleichnamigen Teichwolframsdorfer Bäckerei
holt das "Moh-Tei-do"-Brot aus dem Ofen. Der Name enstand in Anlehnung
an die im Januar neugegründete Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf.
Foto: Holger Zaumsegel

Der Teichwolframsdorfer Bäckermeister Heiko Wendler
präsentiert die "Moh-Tei-do"-Krusti.
Foto: Holger Zaumsegel

Die Teichwolframsdorfer Bäckerei Wendler macht mit ungewöhnlichen Backwaren auf sich aufmerksam. In Anlehnung an die Fusion von Mohlsdorf und Teichwolframsdorf gibt es jetzt "Moh-Tei-do"-Brot und -Krusti zu kaufen.

Von Holger Zaumsegel

Teichwolframsdorf. "Was ist denn das für eine asiatische Wurzel?" Heiko Wendler muss noch immer schmunzeln, wenn er an die Frage eines seiner Kunden denkt. Auslöser war die Aufschrift "Moh-Tei-do-Brot und -Krusti im Angebot" auf dem Verkaufsschild seiner Bäckerei in Teichwolframsdorf. Der Bäckermeister leistete mit seiner Frau Elvira, die wie drei weitere Angestellte im 1997 eröffneten Geschäft arbeiten, gern Aufklärungsarbeit. "Moh-Tei-do" sei kein asiatisches Gewürz, so das Ehepaar Wendler. "Moh-Tei-do" sei die Abkürzung des Namens der in diesem Januar neugegründeten Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf. In der Bäckerei lag im vergangenen Jahr, als die Fusion von Mohlsdorf und Teichwolframsdorf kurzfristig auf der Kippe stand, eine Unterschriftensammlung pro Landgemeinde aus. Die Wendlers sind also Verfechter des Zusammengehens der beiden Gemeinden. Aber ein Mohlsdorf-Teichwolframsdorf-Brot: "Die 27 Zeichen des Gemeindenamens waren uns dann doch zu lang, da hätten wir viel Kreide gebraucht und der Computer hätte gestreikt", scherzt das Ehepaar. So entstand die Abkürzung "Moh-Tei-do". Und auch beim Brot und den Brötchen hat sich die Bäckerei etwas gedacht. Sie bestehen beide je aus zwei Teilen, einer steht für Mohlsdorf, der andere für Teichwolframsdorf. Das Brot setzt sich zu gleichen Teilen aus einem Saft-Mehr-Kornbrot und einem Malz-Mehr-Kornbrot zusammen. Die Weizenbrötchen, die "Moh-Tei-do"-Krusti, sind durch unterschiedliche Körnermischungen zum Teil dunkel und zum Teil hell. "Ob nun Mohlsdorf oder Teichwolframsdorf der dunkle Teil ist, wird sich noch zeigen", lacht Bäckermeister Heiko Wendler. Besonders beliebt bei den Kunden sind die "Moh-Tei-do"-Krusti. Sie würden sich einer großen Nachfrage erfreuen, sagen die Wendlers. Doris Birkholz kann das nur bestätigen. Sie kauft ihre Backwaren regelmäßig in der Teichwolframsdorfer Bäckerei ein und war sofort von der Idee begeistert. "Die Moh-Tei-do-Krusti sind meine Favoriten, die schmecken einfach lecker und sind auch durch die unterschiedliche Farbe absolut gelungen", schwärmt sie. Aber auch das Brot könne sich sehen lassen und sei sehr gut. Von der neuen Landgemeinde erhoffen sich die Wendlers, dass jetzt Bewegung in den Teichwolframsdorfer Straßenausbau kommt. Unter der Vollsperrung zwischen Kleinreinsdorf und Teichwolframsdorf hatten die Unternehmer als direkt Betroffene doch sehr stark zu leiden.
 
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Pfiffige Geschäftsidee

Holger Zaumsegel über das "Moh-Tei-do"-Brot und Gemeindenamen-Abkürzungen

Schon in den Einwohnerversammlungen, als es darum ging, Werbung für die Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf zu machen, scherzte mancher Gekommene über den langen Namen. Bäckermeister Heiko Wendler und seine Frau Elvira haben jetzt mit einer gehörigen Portion Humor eine Abkürzung erfunden, die nicht nur Dank des leckeren Brotes und der schmackhaften Brötchen bald in den Sprachgebrauch übergehen könnte. Denke man nur an Teichwolframsdorf. Die Gemeinde wird im Volksmund nur "Teich dorf" genannt. Vielleicht greift die Bevölkerung ja auch "Moh-Tei-do" auf, auch wenn dieser Name momentan noch viele an Asien denken lässt. Ob man den Namen nun mit Wurzeln oder einer Kampfsportart aus Fernost assoziiert, sei dahingestellt. Die Wendlers jedenfalls hatten eine sehr pfiffige Geschäftsidee. "Moh-Tei-do"-Brot verkauft sich gut, die gleichnamigen Krusti noch besser. Und in der heutigen Zeit ist es für Unternehmer wichtig, etwas Besonderes im Angebot zu haben, oft bringt das den Erfolg.


25.Januar 2012/OTZ

Besonderes Brot für die Landgemeinde

Teichwolframsdorf. "Moh-Tei-do": Was wie eine neue asiatische Kampfsportart klingt, ist der Name von Brötchen und Brot der Bäckerei Wendler in Teichwolframsdorf.
Doch an Asien hat das Inhaber-Ehepaar Heiko und Elvira Wendler bei der Namengebung für ihre Backwaren nicht gedacht. "Moh-Tei-do" ist die Abkürzung für Mohlsdorf-Teichwolframsdorf. Der Name der im Januar neugegründeten Landgemeinde im Landkreis Greiz, für die sich auch die Wendler's stark gemacht hatten, war der Bäcker-Familie mit 27 Zeichen zu lang als Namenspate für Brot und Brötchen. Also wurde mit einer Portion Humor die Abkürzung erfunden. Die Weizenbrötchen, die "Moh-Tei-do" Krusti, kämen bestens bei der Kundschaft an. Und auch nach dem Brot werde oft gefragt.
Übrigens: Brot und Brötchen bestehen wie die Landgemeinde je aus zwei Teilen. Das Brot aus einem Saft-Mehrkorn- und einem Malz-Mehrkorn-Teil. Die Krusti haben durch verschiedene Körnermischungen einen dunklen und einen hellen Abschnitt.
OTZ/HZ


25.Januar 2012/OTZ

Neue Halle auf Prioritätenliste

Land Thüringen will Sporthallenneubau in Greiz unterstützen

OTZ/KG

Greiz. Die Chancen für die Stadt Greiz stehen gut, für den Bau der Zweifelder-Mehrzweckhalle Fördermittel vom Freistaat zu bekommen. Die Halle, die im Stadtteil Aubachtal neben der Eishalle gebaut werden soll, ist in die Prioritätenliste des Landes Thüringen aufgenommen worden, informierte Heike Taubert (SPD), Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit. Vom Land unterstützt werden sollen vor allem die Objekte, von denen möglichst viele Leute profitieren. Die Mehrzweckhalle sei als Ersatz für die sanierungsbedürftige Jahnturnhalle sowohl für Schul-, als auch Vereinssport wichtig, so die Ministerin. Die Halle soll vor allem von den Zweitbundesliga-Ringern des RSV Rotation Greiz genutzt werden, stehe aber ebenso anderen Vereinen offen. Zudem sollen Schulen das Gebäude für den Sportunterricht nutzen können. Aus den Sportstättenplanungen von Stadt und Landkreis Greiz gehe hervor, dass es Bedarf an einer neuen Zweifelder-Mehrzweckhalle gebe. Bauherr wird die städtische Greizer Freizeit- und Dienstleistungs GmbH & Co. KG sein, die schon Eishalle und Bäder betreibt. Geschätzte 2,5 Millionen Euro soll der Hallenneubau kosten.


25.Januar 2012/OTZ

Erneuter Einbruch in Waschbär- und Kaninchengehege

Monika Georgi, Leiterin der Freien Regelschule Reudnitz,
zeigt den zerstörten Zaun des Waschbärgeheges.
Foto: Katja Grieser

Reudnitzer Schulträgerverein setzt Belohnung für Hinweise zum Täter aus. Einige Tiere noch nicht wieder aufgetaucht.

Von Katja Grieser

Reudnitz. "Nicht schon wieder" hat Monika Georgi gedacht, als sie von dem erneuten Einbruch in die Waschbär- und Kaninchengehege erfuhr. Die Leiterin der Freien Regelschule Reudnitz bekam in den letzten eineinhalb Jahren mehrmals solche schlechte Nachrichten zu hören. "Als die Schüler am Sonntag die Tiere füttern wollten, entdeckten sie es", erzählt Georgi. Ein mannsgroßes Stück Zaun war aus dem Waschbärgehege geschnitten worden. Ein Waschbär hat sich aus dem Staub gemacht, der zweite blieb im Gehege. Doch dabei beließen es die Täter nicht, nahmen sich auch das Kaninchengehege vor, brachen Ställe auf. Auch hier flüchteten einige Tiere. Zwei Kaninchen sind noch immer unterwegs, eines ist von Nachbarn gesehen worden. Zerstört wurden von den Unbekannten zudem ein Solarmodul der Pumpe des Springbrunnens und das Elektrohäuschen. "Die Polizei war auch vor Ort, hat Spuren gesichert", erzählt Monika Georgi, die keinen Verdacht hat, wer hinter einer solchen Tat stecken könnte. Die Schulleiterin kann nicht verstehen, was mit einer solch "sinnlosen Zerstörung" bezweckt werden soll. Die Reudnitzer jedenfalls haben die Nase voll von den Überfällen. Deshalb setzt der Schulträgerverein nun auch eine Belohnung aus. 300 Euro soll es geben, wenn ein Hinweis dazu beiträgt, dass die Täter ermittelt werden können. Die Folgen des Einbruchs bereiten Monika Georgi Sorgen. Nicht nur, dass die Reparaturen bezahlt werden müssen. Gerade der ausgebüxte Waschbär kann zum Problem werden, denn mitunter richten Waschbären Schaden an, durchstöbern etwa Mülltonnen. Für die Kaninchen kann der unfreiwillige Freigang gefährlich werden.


25.Januar 2012/OTZ

Mitgliederzuwachs und zahlreiche Spenden

Schriftwart Elric Popp wurde zum
Jugendoberbrandmeister befördert.
Foto: Robert Riedel

Jugendfeuerwehr Mohlsdorf zieht Bilanz. Ausbildungsjahr 2011 als erfolgreich gewertet.

OTZ/Robert Riedel

Mohlsdorf. Auf ein erfolgreiches Ausbildungsjahr 2011 blickte die Jugendfeuerwehr Mohlsdorf bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Mit gleichbleibender Mitgliederzahl bei der Kindergruppe und zwei neuen Mitgliedern in der Jugendgruppe hat die Jugendfeuerwehr nun 20 Mitglieder nebst drei Betreuern. In 234 Dienststunden bildeten die Jugendlichen sich bei 34 Diensten weiter, machten Ausflüge oder Sport. Höhepunkte wie der Tag der Helfer, der Berufsfeuerwehrtag oder eine Ausfahrt in den Thüringer Wald kamen im Bericht des Jugendsprechers Marius Wölfel zur Sprache. Kassenwart Lucas Scheler berichtete über viele Spenden. Waren es am Jahresanfang Sachspenden so wurde am Jahresende viel Geld für das bevorstehende 15-jährige Jubiläum nebst Zeltlager gesammelt. Der Bericht des Jugendfeuerwehrwartes Robert Riedel brachte aber auch Wermutstropfen zu Tage: Für die vielen Kinder und Jugendlichen stehen zu wenige Ausbilder zur Verfügung. Zudem reicht der Nachwuchs trotzdem nicht aus, um den künftigen Personalbedarf der drei Ortsteilfeuerwehren zu decken. Und so schloss er seinen Bericht mit den Worten: "Wir brauchen jeden in Zukunft noch mehr als heute", wohlwissend, dass ein Großteil der Jugendlichen für die Ausbildung den Wohnsitz verlagern wird. Gleich acht Feuerwehrleute erhielten ein Präsent, weil sie nie unentschuldigt fehlten der Unentschuldigtenstand beträgt weniger als ein Prozent. Mohlsdorf Ortschaftsbürgermeister Christian Häckert (CDU) zeichnete Jonas Geißler, Marius Wölfel und Elric Popp für fünfjährige Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr aus. Letzterer wurde zum Jugendoberbrandmeister befördert. Vanessa Lippmann ist nun Jugendoberfeuerwehrmann und bekam eine Auszeichnung, weil sie eine Kameradin geworben hatte. Der Wanderpokal für den aktivsten Kameraden ging an Lucas Scheler, der bei nur zwei Diensten gefehlt hatte. Gottesgrüns Feuerwehrvereinsvorstand Rolf Gürtler brachte Geschenke mit: Die Jugendfeuerwehr erhielt Mützen, um auch kaltem Wetter trotzen zu können. Auch der Feuerwehrverein Kahmer hatte sich etwas ausgedacht. So übergab Vorstand Detlef Dietzsch eine Geldspende an den Feuerwehrnachwuchs. Alle Gäste bekräftigten die weitere Unterstützung der Jugendfeuerwehr und lobten die Jugendlichen für ihren Einsatz. Mohlsdorfs Ortsbrandmeister Bernd Peter beteuerte: "Wenn ich euch bei den Ausbildungen so sehe, ist mir gar nicht mehr so Angst um die Zukunft unserer Feuerwehren."


24.Januar 2012/OTZ

Ab März dürfen keine Bäume mehr gefällt werden

Besonders Heckenbrüter, wie der hier abgebildete
und streng geschützte Neuntöter, können bei
Störungen durch Gehölzschnitte die Brut aufgeben
oder Feinde haben leichtes Spiel.
Foto: F. Leo

Baumfällungen und Gehölzschnitte von März bis September verboten. Bundesweite Regelung gilt auch in Kleingärten.

OTZ

Greiz. Vom 1. März bis 30. September dürfen Bäume in der Regel nicht gefällt und Gehölze nicht zurückgeschnitten werden. Diese Zeit gelte jetzt bundesweit und sei im Bundesnaturschutzgesetz geregelt, teilte die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Greiz mit.
Der Grund für das Verbot sei vor allem der Artenschutz. Vögel würden ihre Nist- bzw. Brutplätze oft in Gehölzen wie Bäume und Baumhöhlen, Hecken oder Sträucher anlegen, die Revierwahl und Paarung beginne meist schon im zeitigen Frühjahr und das Brutgeschäft endet oft erst im Spätsommer. Damit sollen die Brut- und Lebensstätten wild lebender Tiere vor Beeinträchtigungen oder Zerstörungen bewahrt werden, heißt es weiter.
Das Verbot gilt für Bäume außerhalb des Waldes und von Nutzflächen, ebenso für Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze - und das im Außenbereich sowie in Orten, also auch innerhalb von Nutz- und Ziergärten.
Allerdings ist es erlaubt, während des Verbotes die Gehölze "in einem verkehrssicheren Zustand zu halten und schonende Schnitte zur Beseitigung des Jahreszuwachses oder zur Gesunderhaltung durchzuführen", heißt es weiter. In jedem Fall ist das ganze Jahr darauf zu achten, dass die Brut- und Lebens-stätten der wildlebenden Tiere, sofern sie besetzt sind, nicht beeinträchtigt oder beseitigt werden. Ebenso können durch Satzungen der Kommunen wie Baumschutzsatzungen zusätzliche Regelungen gelten. Dazu sollte man sich bei der zuständigen Gemeinde, ob im Grünamt und Ordnungsamt, erkundigen. Falls in der Baumschutzsatzung das Fällverbot nicht geregelt sei, so ist für Fäll- und Schnittmaß-nahmen etwa bei orts- und landschaftsbildprägenden Bäumen - die also der Eingriffsregelung unterliegen - die Untere Naturschutzbehörde zuständig. Das gilt generell auch für Gehölze im Außenbereich.
In Natur- oder Landschaftsschutzgebieten, geschützten Landschaftsbestandteilen oder Biotopen, wie Streuobstwiesen, und für Naturdenkmale gelten strengere Schutzvorschriften. Für dortige Eingriffe wird eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde benötigt.
Weitere Fragen: TeL: 03661/ 87 6605 oder per Mail umweltamt@landkreis-greiz.de


24.Januar 2012/OTZ

Auf Schnitt zum Schutz der Tiere verzichten

Gehölzrückschnittverbot von März bis September

OTZ

Greiz. Der Verbotszeitraum für das Fällen von Bäumen und Zurückschneiden von Gehölzen ist durch das neue Bundesnaturschutzgesetz nunmehr bundesweit einheitlich geregelt. Da besondere Vögel ihre Nist- oder Brutplätze oft in Gehölzen anlegen, die Revierwahl und Paarung meist im zeitigen Frühjahr beginnt und das Brutgeschäft oft erst im Spätsommer endet, ist ein Schnittverbot für Gehölze im Zeitraum vom 1. März bis 30. September aus Gründen des vorsorglichen Artenschutzes bestimmt. Damit soll sichergestellt werden, dass die Brut- und Lebensstätten wild lebender Tiere vor Beeinträchtigungen oder Zerstörungen bewahrt werden. Das Verbot gilt für Bäume (außerhalb des Waldes und erwerbswirtschaftlicher Nutzflächen), ebenso für Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze und das sowohl im Außenbereich, als auch innerhalb von Nutz- und Ziergärten. Allerdings ist es erlaubt, während des Verbotszeitraumes diese Gehölze in einem verkehrssicheren Zustand zu halten und schonende Schnitte zur Beseitigung des Jahreszuwachses oder zur Gesunderhaltung durchzuführen. Zudem können durch Kommunalrecht (Baumschutzsatzungen) zusätzliche Regelungen getroffen werden. Darüber sollte man sich bei der zuständigen Gemeinde erkundigen. Ist in der betreffenden Gemeinde das Fällverbot für stammbildende Gehölze nicht geregelt, ist für Fäll- und Schnittmaßnahmen die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Greiz zuständig. Das gilt generell für Gehölze im Außenbereich. In ausgewiesenen Natur- oder Landschaftsschutzgebieten, geschützten Landschaftsbestandteilen oder geschützten Biotopen, wie zum Beispiel Streuobstwiesen, und für Naturdenkmale gelten allgemein strengere Schutzvorschriften. Für Eingriffe gleich welcher Art benötigt man auch hier eine Genehmigung, die nur bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragt werden kann.


24.Januar 2012/OTZ

Sieg für FSV Mohlsdorf II

SKK Gut Holz Weida IV- FSV Mohlsdorf II 1490:1550

OTZ/Frank Knüpp

Die zweite Kegel-Mannschaft des FSV Mohlsdorf, die als Mixed spielt, musste in der 2. Kreisklasse auswärts antreten. Als Einstand verwies Xenia Harpeng (FSV) mit 371 Holz ihren Gegner Wieland Schmidt (350 Holz) in die Schranken. Johannes Wiesner (FSV) erarbeitete seinem Team einen deutlichen Vorsprung, indem er den Weidaer Albrecht Konradi mit 440:351 Holz besiegte. Leicht ins Schwinden kam der Vorsprung, als sich Ingrid Wezel vom FSV mit 339 Holz ihrem Kontrahenten Günther Riedel, der 414 Holz erzielte, geschlagen geben musste. Doch Günter Harpeng sicherte mit seinen 400 Holz gegen den Weidaer Peter Sporer, der nur 375 Holz erreichte, den Sieg der Mohlsdorfer Mannschaft. Die Differenz von 60 Holz kann sich durchaus sehen lassen, und der dadurch erreichte zweite Tabellenplatz gleichfalls.


24.Januar 2012/OTZ

Traueranzeige: Johannes Hönsch - Gottesgrün


24.Januar 2012/OTZ

Traueranzeige: Gerhard Dudek - Mohlsdorf


24.Januar 2012/OTZ

Prozess um Prügelattacke wieder vertagt

Urteil soll wohl im Februar fallen

OTZ/HZ

Gera. Auch gestern wurde am Amtsgericht Gera kein Urteil im Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung ein juristisches Nachspiel einer Prügelattacke 2010 am Schlötenteich gesprochen. Grund hierfür war die Erkrankung des Verteidigers des aus Greiz stammenden Angeklagten. So konnte nur über Dinge verhandelt werden, die sich mit dem anderen Angeklagten, der in Mohlsdorf wohnt, beschäftigten. Es ging ausschließlich um die Tätowierung am Kopf des Mannes, der wie der andere Mitangeklagte aus der rechten Szene stammt. Aufgrund dieser Tätowierung wurde der Mann von den Opfern und anderen Zeugen als einer der Täter identifiziert, die eine Gruppe Männertags-Ausflügler 2010 brutal attackiert und teilweise schwer verletzt hatten. Gestern nun wurden sechs Zeugen der Verteidigung vernommen, unter ihnen auch der Hobby-Tätowierer aus Langenwetzendorf, der dem jungen Mann aus Mohlsdorf das Tattoo gestochen hatte. An den genauen Tag, wann der Angeklagte die Tätowierung erhalten hatte, konnte sich keiner erinnern. Doch waren sich alle sicher, dass er die Tätowierung erst nach der Männertagsattacke 2010 erhalten habe. Fünf der sechs Zeugen sagten aus, er habe sie wahrscheinlich im Sommer 2010 bekommen. Ein Zeuge meinte, der Mann habe sie erst im Frühjahr 2011 erhalten. Von der Staatsanwaltschaft wurden die Zeugen, die sich teilweise als Bekannte des Angeklagten ausgaben, zur persönlichen Situation des Mannes wie seinem Schulabschluss befragt. Hier konnte kaum ein Zeuge konkrete Angaben machen. Die Verhandlung soll nun am 10. Februar fortgesetzt werden. Richter Siegfried Christ rechnet dann mit der Urteilsverkündung.


23.Januar 2012/OTZ

Christine Lieberknecht zu Gebiets-Debatte

Blankenberg. Ein klares Signal für den Erhalt der regionalen Strukturen gab Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) am Samstagabend bei einem Bürgerforum in Blankenberg. "Kreisstrukturen müssen leistungsfähig sein. Größer heißt nicht automatisch billiger. Wir wollen an den gegenwärtigen Kreisstrukturen im Freistaat nichts ändern", plakatierte sie ihre Sichtweise und fügte an:
"Lasst uns die in Thüringen bestehenden Strukturen nicht anfassen, denn sie sind sinnvoll, wenn man erfolgreich fürs Gemeinwesen eintreten will." Dabei beschwor die CDU-Landesvorsitzende eindringlich das Miteinander für die unmittelbare Heimat, das Einzigartige und die Unterscheidbarkeit der jeweiligen Region.
OTZ/ptz


21.Januar 2012/OTZ

Kein Spiel für schwache Nerven

In einem gutklassigen Spiel setzen sich die Handballer der
TSG Concordia Reudnitz (in Rot) gegen Altenburg durch. Dank
des Sieges bleibt das Team in der Verbandsklasse unge-
schlagen und nimmt weiter den Platz an der Sonne ein.
Foto: Silke Groß

Handball Männer, Verbandsklasse Ost: TSG Concordia Reudnitz gewinnt Spitzenspiel gegen Altenburg III knapp und bleibt an der Tabellenspitze.
 
TSG Concordia Reudnitz - SV Altenburg III 34:31 (14:19)

OTZ/Gerwin Bölke

Greizt. Das Spitzenspiel in der Handball-Verbandsklasse, Staffel Ost, entschieden die Reudnitzer nach einem äußerst spannenden Verlauf für sich. Wieder einmal wurde den zahlreichen Zuschauern in der Ulf-Merbold-Halle weitaus mehr als Verbandsklasseniveau geboten. Das Concordia-Team lieferte insgesamt spielerisch und kämpferisch eine Top-Leistung ab. Abgesehen von der 2:0-Führung gerieten die Hausherren aber in den ersten 20 Spielminuten in einen fast schon bedrohlichen Rückstand. Die Taktik der Altenburger, sich mit schnellen Gegenstoß-Toren einen Vorsprung zu verschaffen, ging auf. Außerdem traf der Skatstädter Lutz Schäfer nach Belieben, meist aus neun, zehn Metern. Auch die Team-Auszeit der Gastgeber beim Stand von 5:9 brachte nicht die entscheidende Wende. Altenburg enteilte sogar bis zum Stand von 6:13. Der eingewechselte Thomas Schäfer verwandelte nacheinander zwei Strafwürfe, für die TSG und leitete damit die Aufholjagd der Reudnitzer Mannschaft ein. Das 11:14 nach drei Toren in Folge und das 12:15 gaben der Heimmannschaft mächtig Auftrieb.
Allerdings geriet die Reudnitzer Offensive dann nochmals ins Stocken, denn die Gäste hielten mit all ihrer Cleverness dagegen und führten zur Halbzeit wieder mit 19:14.

Reudnitzer Aufholjagd in der zweiten Hälfte

Noch in der vergangenen Saison waren solche Situationen für die TSG gleichbedeutend mit einer Niederlage. Jedoch nicht in dieser Spielserie. Die Mannschaft zeigt eine neue Qualität, gibt sich nicht auf, kämpft und spielt mit großem Einsatz. Das erkennen auch die Fans auf der Tribüne und geben lautstark Unterstützung. Sichtlich beeindruckt von dieser Atmosphäre griffen die Gäste in ihrer Defensive zu einer härteren Gangart. Die umsichtig leitenden Unparteiischen M. Seidemann und H. Mühlenstein hatten alle Hände voll zu tun. Insgesamt wurden gegen Altenburg zehn Zwei-Minuten-Strafen verhängt. Welch ein Jubel, als Jens Lüttchen mit drei Toren in Folge den Ausgleich zum 27:27 schaffte und Thomas Schäfer in seinem bisher besten Spiel für Reudnitz den 28:27-Führungstreffer erzielte. Das war der Lohn für den starken mannschaftlichen Einsatz, wobei Thomas Anders, neunfacher Torschütze, Philipp und Thomas Schäfer, Jens Lüttchen und Andreas Beierlein mit ihren Toren in der Endphase den verdienten Sieg perfekt machten. Das Reudnitzer Concordia-Team bleibt ungeschlagen und fährt morgen als Tabellenführer zum Spiel gegen den Tabellenletzten TSV 05 Rothenstein nach Kahla.
 
TSG Reudnitz mit: Schneider, Lukas, Jens Lüttchen (4 Tore), Götze, Bauer, J. Lüttchen (2), Kraus (2), Beierlein (1), Plietsch (3), Anders (9), T. Schäfer (10), P. Schäfer (2), Kanis (1).


21.Januar 2012/OTZ

Reudnitzer besiegen Auma

TSG Concordia Reudnitz - Blau-Weiß Auma 33:21 (17:6)

OTZ/Bölke

Reudnitz. In ausgezeichneter Verfassung präsentierten sich die Reudnitzer Handballer der Jugend D im Verbandsliga-Heimspiel gegen den SV Blau-Weiß Auma. Während sich Auma nur sporadisch bis zum Reudnitzer Torraum durchspielte, erkämpften sich die Concordia-Spieler bereits im Mittelfeld den Ball und kamen über nur wenige Spielstationen zum erfolgreichen Torwurf. Vor allem Florian Hofmeister lief seinem unmittelbaren Gegenspieler ein ums andere Mal davon und erzielte elf Treffer. Aber auch die anderen Akteure komplettierten die insgesamt geschlossene Mannschaftsleistung.
Reudnitz: Drischel, Föllner, Schäfer (6 Tore), Ehlich (3), Bobek (6), Kobe, Beierlein (6), Tänzler (1), Möhring, Hofmeister (11).


21.Januar 2012/OTZ

FSV Mohlsdorf auf Rang fünf

OTZ/W. Röbelt

Harpersdorf. Mit der Altersklasse der F-Junioren fanden die Hallenkreismeisterschaften des Fußball-Nachwuchses ihren Abschluss. Bei der mit sechs Mannschaften in Harpersdorf ausgetragenen Endrunde wurde der FC Motor Zeulenroda souveräner Hallenkreismeister. Die Schützlinge von Trainer Uwe Baumann verwiesen mit sieben Punkten Vorsprung die TSG Caaschwitz auf den Vizerang. Die Bronzemedaillen gingen an das Team der SG Ronneburg/Großenstein, das mit zwei 0:1-Niederlagen einen denkbar schlechten Turnierstart erwischte. Rang vier belegte der ThSV Wünschendorf, der vor seiner letzten Turnierbegegnung noch die Möglichkeit besaß, durch einen Sieg Zweiter zu werden. Doch Gegner Caaschwitz machte durch einen 1:0-Erfolg selbst diesen zweiten Platz in der Kreismeisterschaft perfekt. Über die letzten beiden Plätze kamen der FSV Mohlsdorf und Elstertal Bad Köstritz nicht hinaus, die beide im Turnierverlauf jeweils nur einmal das Hallenparkett als Sieger verlassen konnten. Den Pokal für den Besten Torschützen nahm Julien Mehlow (6 Tore) vom FC Motor Zeulenroda aus den Händen von Turnierleiter Helmut Jukiel (Triebes) entgegen.


21.Januar 2012/OTZ

Traueranzeige: Wolfgang Schuster - Reudnitz


20.Januar 2012/OTZ

Erste Tierbabys in Greiz - Waldhaus

Foto: Christian Freund

Die ersten Tier-Babys 2012 im Greizer Tiergehege fühlen sich bei Thomas Hempel sehr wohl. Vier Zwergziegen erblickten am 7. Januar das Licht der Welt. Gleich nebenan ist ebenfalls Nachwuchs zu bewundern. Sieben drollige Lämmer der Coburger Fuchsschafe folgen ihren Muttertieren, die sich schnell zum Gitterzaun bewegen, sobald jemand mit Futter auftaucht.


20.Januar 2012/OTZ

Ehepaar Spörl wieder im Tiergehege Waldhaus

Foto: Christian Freund

Der stattliche Hirsch Heinrich ist nach wie vor der Star im Tiergehege in Waldhaus. Neugierig schaut er zu, wie das Zwickauer Seniorenpaar Liane und Manfred Spörl Futter aus dem eigens dafür aufgestellten Automaten lassen. "Wir sind sehr oft hier. Immer wieder gibt es Neues zu entdecken", schwärmen sie. Die ersten Tier-Babys 2012 hatten sie schon längst entdeckt. Vier Zwergziegen erblickten am 7. Januar das Licht der Welt und tummeln sich zur Freude der Besucher im jederzeit kostenlos zugänglichen Freigehege. Nebenan ist auch Nachwuchs zu bewundern. Sieben drollige Lämmer der Coburger Fuchsschafe folgen ihren Muttertieren, die sich schnell zum Gitterzaun bewegen, sobald jemand mit Futter auftaucht.


20.Januar 2012/OTZ

Sieg für Reudnitzer Nachwuchs

TSG Concordia Reudnitz - SG Könitz/Saalfeld 27:17 (14:8)

OTZ/Gerwin Bölke

Reudnitz. Nach den guten Leistungen der TSG-Jugendlichen der männlichen Jugend C in der Handball-Landesliga auswärts in Jena und Bad Blankenburg wollten sie sich nunmehr im Heimspiel gegen die Spielgemeinschaft Könitz/Saalfeld keine Blöße geben. Die Hinspielniederlage gleich zu Beginn der Saison (24:21 für die SG) sollte durch einen Sieg zu Hause wieder wettgemacht werden. Das gelang recht eindrucksvoll, allerdings erst so richtig in Hälfte zwei dieser Begegnung. Zu viele Ballverluste am Anfang und eine nicht immer aufmerksame Abwehr verhinderten einen klaren Vorsprung. Die Könitzer hielten zum Beispiel beim 4:2, 7:5 und 9:7 den Anschluss. Erst der 14:8-Halbzeitstand verlieh dem Concordia-Team die nötige Sicherheit. Nach dem Seitenwechsel dann eine sichtbare Steigerung der gesamten Mannschaft. Recht passable Passfolgen mit erfolgreichem Torabschluss vor allem durch Sven Kessler, Timo Dalmatov, Maximilian Ressel und Hans Ehlich führten schließlich zum verdienten 27:17-Sieg.
 
Reudnitz mit: Cramer, Dalmatov (11 Tore), Ehlich (4), Ressel (3), Müller, Oettmeier, Kessler (7), Bobek (1), Ott, Golle, Glück (1).


20.Januar 2012/OTZ

Kresse-Forscher mit Leib und Seele

Friedrich Wilhelm Trebge hat die Geschichte des Bauerngenerals nicht mehr losgelassen

OTZ/HZ

Hohenleuben. Heimatgeschichte liegt dem 1933 in Plauen geborenen Friedrich Wilhelm Trebge im Blut. Sein Großvater, ein in Hohenleuben tätiger Pfarrer, war Vorsitzenden des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins (VAVH) zu Hohenleuben. Kein Wunder also, dass sich der Enkel auch der heimischen Historie zuwandte. Ausschlaggebend war für Friedrich Wilhelm Trebge, von seinen Freunden Frieder genannt, die 700. Jahrfeier 1967 in Hohen-leuben. Frieder Trebge, mittlerweile als Lehrer für Physik und Astronomie in Hohenleuben tätig, organisierte den geschichtlichen Festumzug. Seit dem habe ihn die Heimatgeschichte nicht mehr losgelassen, erinnert sich der heutige Rentner. Der Figur Georg Kresse hat er sich erst später zugewandt, doch ist es der Bauerngeneral, der ihn bis heute nicht mehr losgelassen. Im Greizer Staatsarchiv, im Hauptstaatsarchiv in Weimar und in der Literatur hat er Nachforschungen zu Georg Kresse angestellt. Und bis heute eine beachtliche Sammlung zusammengetragen. 1985 veröffentlichte er sein erstes Kresse-Werk, ihm folgte 1996 "Georg Kresse Der Bauerngeneral", das 2011 in der zweiten, ergänzten und überarbeiteten Auflage erschien. Die umfangreiche Sammlung über Georg Kresse im Museum Reichenfels ist nicht zuletzt sein Verdienst. Seine private Kresse-Sammlung, die er natürlich zusätzlich hat, soll nach seinem Tod auch nach Reichenfels gehen. Übrigens: Frieder Trebge gehört zu den Mitorganisatoren bei der Neugründung des VAVH nach der Wende kein Wunder bei seinen Wurzeln. Er war viele Jahre im Vorstand des Vereins tätig und ist heute VAVH-Ehrenmitglied.


20.Januar 2012/OTZ

Sagen der Region: Der Robin Hood des Vogtlandes

So freundlich wie dieser Kresse-Darsteller auf der Burgruine
Reichenfels kam der Bauerngeneral in den Sagen
nicht immer daher.
Foto: Heidi Henze

25. Folge der OTZ-Serie "Sagen der Region eine Spurensuche": Georg Kresse kämpft im Dreißigjährigen Krieg gegen mordenden und raubenden Kriegshorden in der Region. Dabei verfügte der Bauerngeneral über Zauberkräfte.

Von Holger Zaumsegel

Greiz. "Soldatenblut gegen Bauernblut" kaum eine Person hat solch große Beachtung in den Sagen der Region gefunden wie Georg Kresse. Bekannt wurde der als "Bauerngeneral" bezeichnete im Dreißigjährigen Krieg, als er getreu dem oben genannten Motto gegen raubende, vergewaltigende und mordende Kriegshorden in unserer Region vorging. Er kann getrost als Robin Hood des Vogtlandes bezeichnet werden, schützte er doch die Schwachen und kämpfte gegen die Unterdrücker. Im Sagenheft "Die Wunderblumen vom Röschnitzgrund" von Rudolf Schramm werden Georg Kresse sogar übernatürliche Kräfte zugeschrieben. Seine Büchse "Pudel" traf immer. Die Kunst, sogenannte Freikugeln, die ihr Ziel niemals verfehlten, zu gießen, habe er von den sagenumwobenen Waldweibeln gelernt. Auch heißt es hier, Kresse sei hieb- und stichfest gewesen und konnte seine Feinde so verzaubern, dass sie sich nicht mehr von der Stelle bewegen konnten. Im Dorf Pohlen soll er diese List angewandt haben. Den so im Ort stehenden Soldaten, die, von ihm verhext, regungslos dastehen mussten, habe er Nasen und Ohren abgeschnitten und später getötet. Fortan hieß es unter Soldaten "Weich Pohlen" und das Örtchen wurde nicht mehr geplündert. Auch wird berichtet, dass Kresse Holzstücke in Soldaten verwandeln konnte, die dann auf seine Feinde losgingen. Von seinem Tod in Auma heißt es, dass alle Kugeln, die aus den Pistolen und Gewehren der Soldaten abgefeuert wurden, fehlgingen. Erst als sie seine Büchse "Pudel" nahmen, drang Kresse ein Schuss mitten durchs Herz und schlug hinter ihm in der Wand ein. Das Einschussloch und auch die Blutspritzer von Kresse seien noch lange sichtbar gewesen und erst nach dem Aumaer Stadtbrand 1790 verschwunden. Friedrich Wilhelm Trebge über die Kresse-Sagen: Volkskundlich ist der Sagenkreis über den Bauerngeneral nicht so einfach einzuordnen. Eigentlich gehört er zu den historischen Sagen, in denen sich geschichtliche Ereignisse, die für die Menschen bedeutungsvoll oder beeindruckend waren, in der Erinnerung des Volkes bewahrt und widergespiegelt haben. Häufig wurden sie im Laufe der Zeit von den Erzählern entsprechend den gesellschaftlichen Verhältnissen und Vorstellungen im positiven oder negativen Sinne verändert und ausgeschmückt. Aber oft werden in diesem Prozess die realen historischen Persönlichkeiten zu Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten erhöht, denen die Phantasie Motive und Handlungen zuschreibt, die nur durch Zauberei und magische Kräfte zu erklären sind. Sie können Freikugeln gießen, sich selbst hieb- und schußfest machen, Feinde festmachen, Gegner oder Hindernisse vortäuschen, an mehreren Orten gleichzeitig erscheinen. Hierin ist die Kresse-Legende keine Ausnahme. In Thüringen ranken sich nahezu gleiche Legenden aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges um einen Hans Leineweber aus Ruhla und um den Förster Irmscher aus Tautenhain im Saale-Holzland-Kreis. Sie finden sich damit in großer Gesellschaft wie etwa mit Barbarossa, dem Landgrafen Ludwig dem Springer, dem alten Fritz oder General Blücher. Aber auch Schwankmotive und Zauberkünste werden ihnen dabei zugeschrieben. So sind verschiedene Jagdzauber, listige Täuschungen beim Pferdehandel, übernatürliche Kraftleistungen und einiges mehr keinesfalls nur auf Kresse beschränkt, sondern werden in den verschiedensten Regionen von vergleichbaren Sagenfiguren erzählt. Der bekannte Volkskundler Leander Petzold fasst diese unter dem Sammelbegriff "Krabat", der Sagenfigur eines kroatischen Offiziers in der Oberlausitz, zusammen. Damit sind sie aber schon unter die dämonologischen Sagen einzuordnen bis hin zu Schutzgeistern ("Kresse hilf!") oder Rachedämonen ("Weich Pohlen!"). Auch hier ist Kresse keine Einzelerscheinung. Die ihm zugeschriebenen Handlungen sind vielmehr Wandersagen, die von einer Region in andere übernommen wurden.
 
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Unvergessen

Holger Zaumsegel über den Bauerngeneral Georg Kresse

Es ist mittlerweile über 350 Jahre her, seit Georg Kresse in Auma erschossen wurde. Und immer noch hat der Bauerssohn aus Dörtendorf nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Verschiedene Autoren haben sein Wirken als Vorlage für ihre Romane genutzt. Selbst eine Fernsehserie mit ihm in der Hauptrolle wurde gedreht. Eine Straße wurde in Auma nach ihm benannt und ein Gedenkstein steht heute in seinem Geburtsort. Dass Georg Kresse so einen unvergessenen Eindruck hinterlässt, damit hätte er selbst wohl am wenigsten gerechnet. Ging es dem Bauerngeneral doch im 17. Jahrhundert nur darum, das Unrecht, das im Dreißigjährigen Krieg in so vielen Orten geschah, zu bekämpfen. Doch ist es genau diese Haltung, die die Faszination am Robin Hood des Vogtlandes ausmacht. Heimatforscher wie Friedrich Wilhelm Trebge, dank derer wir so viel über den Bauerngeneral wissen, wollen eine Geschichte erzählen. Die des Georg Kresse aus Dörtendorf, der in einer erbarmungslosen Zeit gegen die Unterdrücker vorging, sich für die Schwachen einsetzte und dafür sein Leben ließ.


Erzählung über Bauerngeneral von Otto Behr

Buch von Trebge 2011 neu aufgelegt

Von Holger Zaumsegel

Hohenleuben. Georg Kresse hat auch Aufnahme in die Literatur gefunden. Eine der besten Erzählungen über den Bauerngeneral stammt von Otto Behr (1868-1936). Den Lehrer, der u. a. auch in Triebes und Gera tätig war, faszinierte die Figur Kresses dermaßen, dass er ihn zum Helden einer Geschichte werden ließ. An dieser Geschichte wiederum kam der Hohenleubener Kresse-Forscher Friedrich Wilhelm Trebge nicht vorbei. In seinem 84 Seiten dicken Buch "Georg Kresse der Bauerngeneral" können Interessierte die Behr sche Kresse-Geschichte lesen. Außerdem beleuchtet Trebge in dem Buch den Bauerngeneral selbst: seine Spuren in den Geschichtsbüchern, sein Auftreten in Sagen und seine Rezeption. Kurz um, das Werk von Friedrich Wilhelm Trebge, das 2011 seine zweite, überarbeitete Auflage erlebte, enthält all die Fakten, an denen kein Kresse-Fan vorbeikommt. Gekauft werden kann es u. a. im Reichenfelser Museum.
 
Kresse-Rezeption
 
Seit 1999 gibt es im Museum Reichenfels in Hohenleuben eine Dauerausstellung über Georg Kresse. Im Museum befindet sich ein umfangreiches Kresse-Archiv, das für Hobby-Forscher und Studenten nach vorheriger Absprache zugänglich ist. Auch die Heimatstube in Auma lädt seit 2004 mit einer Dauerausstellung über den Bauerngeneral ein. Im Kresse-Geburtsort Dörtendorf steht eine Gedenktafel zu Ehren des Bauerngenerals, in Piesegitz gibt es einen Gedenkstein für Anna Pissel, Kresses Frau, und in Auma wurde eine Straße "Kresseweg" nach ihm benannt. Herbert Schauer und Otto Bonhoff veröffentlichten 1969 den Abenteuerroman "Rächer, Retter und Rapiere", der sich auf den Kresse-Stoff bezieht. Die Auflage des Romans wird mit über 100 000 Exemplaren angegeben. Später überarbeiteten die Autoren ihren Roman zu einem Drehbuch. Die Fernsehserie wurde in der DDR erstmals im Januar/Februar 1982 gezeigt und später auch in anderen Ländern ausgestrahlt. Den Kresse spielte der bekannte Schauspieler Walter Plathe. 2004 erschien die Serie auf DVD. Neben der Leinwand wurde das Wirken Kresses auch auf die Bühne gebracht. Im Jahr 1922 erlebte in Auma das Heimatstück "Georg Kresse sechs Szenen aus dem Leben eines Volkshelden" des Aumaer Lehrers Bernhard Klein seine Aufführung. Besondere Beachtung fand das Heimatspiel "Höll über Land" von Friedrich Danz. Es wurde 1932 in verschiedenen Orten gezeigt. Es ist die einzige musikalische Gestaltung des Themas. Meist zu Ortsjubiläen entstanden weitere Theaterstücke über den Bauerngeneral.
OTZ


Georg Kresse in den Geschichtsbüchern

Was ist vom Bauerngeneral belegt

OTZ/Friedrich W. Trebge

Hohenleuben. Georg Kresse wurde 1604 als Sohn des Dörtendorfer Bauern und Dorfrichters gleich en Namens und dessen Ehefrau Katharina geboren. Der Vorname Georg könnte auf ein Geburtsdatum am 23. April dem Tag des heiligen Georg hinweisen. Etwa seit Ende der zwanziger Jahre des 17. Jahrhunderts hat der junge Bauer Kresse während des Dreißigjährigen Krieges mit einigen Gefährten gegen die raubend und zerstörend unsere Heimat durchziehenden Söldner gekämpft und versucht, die Bevölkerung vor Übergriffen zu schützen. Urkundlich nachgewiesen ist speziell ein Überfall auf einen Reitertrupp des Kornett Georg Bohle am 3. Februar 1630 zwischen Brückla und Triebes. Aus diesem Zeitraum sind weitere Überfälle auf Söldner und Widerstandsaktionen aus der Bevölkerung des Gebietes urkundlich belegt, ohne dass dabei jedes Mal der Name des Kresse direkt erwähnt wird. Am 20. November 1638 wurde Georg Kresse in Piesegitz mit Anna Pissel, Tochter des Müllers Philipp Pissel, getraut. Aus der Ehe ging nur eine Tochter Magdalena hervor, die aber schon 1644 verstarb. Mit weiteren spektakulären Aktionen machte sich der Dörtendorfer Bauernsohn einen Namen. Die oft brutalen Überfälle Aktionen entsprachen zwar der Kriegsführung dieser Zeit, erklären aber auch, warum das Wirken Kresses bis heute vielfach auch negativ gewertet wird. Seine erfolgreichen Unternehmungen brachten ihm bei der Bevölkerung den Namen "Bauerngeneral" ein. In amtlichen Kreisen und bei den Söldnern wurde er wegen der Überfälle als Wegelagerer und "Erzschnapphahn" betrachtet und verfolgt. Am 1. November 1641 wurde Georg Kresse von Hatzfeldischen Reitern in Auma festgenommen und erschossen.


20.Januar 2012/OTZ

Sagen der Region: Wolf Oberländer und sein Urenkel

OTZ-Sagenexperte Dr. Frank Reinhold nimmt einen von Kresses Freunden und dessen Nachkommen unter die Lupe

Von Frank Reinhold

Merkendorf. Hammerschmiede waren nicht nur in Sagen durch ihre Kraft und Geschicklichkeit weithin bekannt. So wird noch heute vom legendären Hammermichel Johann Michael Lätzsch auf dem Unterhammer bei Berga nahezu Unglaubliches berichtet. In unserer Sagenserie fand er bereits Berücksichtigung. Dort wurde auch erwähnt, wie er dreiste Diebe mit Zaubertricks aus seinem Haus verjagte. Es kann nicht verwundern, dass unter den Freunden Georg Kresses auch ein solcher Hammerschmied erscheint. Es handelt sich um den damals in Merkendorf ansässigen Wolfgang Oberländer, in der Überlieferung meist nur volkstümlich "Wolf" genannt. Sicher hat er auch über das angebliche Wissen verfügt, Freikugeln zu gießen. In den Geschichtsbüchern hat sich Wolf Oberländer verewigt, als er im April 1639 gemeinsam mit dem "Reutherhans" und dem Kuxmüller, beide auch Anhänger des Bauerngenerals, den schwedischen Offizier Nicol Hanns überfallen und schwer verletzt hat. Die Tat geschah bei Hohenölsen. Die Schweden fahndeten nach den Tätern und drohten sogar mit Vergeltungsaktionen. Im Gegensatz zu Kresse, der schließlich den Tod fand, konnte Wolf Oberländer fliehen und hat sein Leben angeblich in Markersreuth im Markgraftum Bayreuth friedlich beendet. Eine Anfrage beim dortigen Heimatpfleger vor mehreren Jahren erbrachte leider das Ergebnis, dass er im Kirchenbuch nicht zu finden sei. Ob er mit seiner Frau und Kind(ern) ins "Exil" ging, wo er weiter seinen Beruf ausübte, oder allein lebte, konnte bisher nicht festgestellt werden. Jedenfalls ist er vor März 1679 verstorben, denn am 15. des genannten Monats heiratet sein Sohn Johann Georg Oberländer, Hammerschmied in Pöltschen, in der zuständigen Kirche von Berga/Elster. Dabei wird der Vater als nicht mehr lebend erwähnt. Die Braut des Sohnes, Maria Stein, stammte aus Teichwolframsdorf und war dort am 11. Dezember 1661 getauft worden, zum Zeitpunkt der Hochzeit also erst 18 Jahre alt. Ein Enkel des Paares, Wolfs Urenkel Johann Adam Oberländer (1717 bis 1806) in der "Grünen Eiche", wurde Uhrmacher, geriet wegen Falschmünzerei in Haft und wurde, obwohl zum Tod verurteilt, begnadigt, weil er für die Reußen einen kunstvollen Fingerring mit Uhrwerk und das "Weiserzeug" für den dann 1802 den Flammen zum Opfer gefallenen Greizer Kirchturm verfertigte. Seine Geschichte hat in Rudolf Schramms Sagensammlung "Die Wunderblumen vom Röschnitzgrund", allerdings unter dem Namen des späteren Schusters Schumann in der "Grünen Eiche" (des "Grüneichenschusters"), Aufnahme gefunden. Auch diese Sage wurde in unserer Sagenserie schon behandelt und ist unter dem Titel "Uhr gegen Freiheit, Herr Graf" bekannt. In der Sage allerdings ist es nicht die Falschmünzerei, die den Urenkel Wolf Oberländers Schuldknechtschaft einbrachte, sondern weil er seine Kinderschar ernähren musste und dies nicht mehr konnte.


19.Januar 2012/OTZ

Volkssolidarität: In Abwesenheit abgewählt

Nach der Abwahl des alten Kreisvorstandes kommt der Neustart:
Matthias Wilfroth, Landesgeschäftsführer der Volkssolidarität
(links) gratuliert Rechtsanwalt Detlef Zietan (rechts) zur
Neuwahl als Kreisvorsitzender der Greizer Volkssolidarität.
Foto: Kathrin Schulz

Die Personalturbulenzen im Kreisverband der Volkssolidarität wurden durch Ab- und Neuwahl gelöst. Die Landesgeschäftsführung greift ein, um einen Neustart im Interesse der 680 Mitglieder durchzusetzen.

Von Kathrin Schulz

Greiz. Eine wohl thüringenweit einzigartige Aktion hat es Dienstag beim Greizer Kreisverband der Volkssolidarität gegeben. Der Vorstand des Kreisverbandes Greiz ist auf einer internen außerordentlichen Delegiertenversammlung, die über den Landesvorsitzenden und Landesgeschäftsführer der Volkssolidarität einberufen worden war, in Abwesenheit abgewählt worden. Der bis dahin agierende Kreisvorstand war der Veranstaltung mehrheitlich ferngeblieben. Wie Landesgeschäftsführer Matthias Wilfroth auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte, habe der alte Vorstand die Ladung für nicht korrekt befunden und zudem generell keinen Handlungsbedarf gesehen. Abstimmungsversuche mit dem ehrenamtlichen Kreisvorsitzenden Ulrich Fischer seien im Vorfeld gescheitert. Nach dem Versenden der Einladungen hätte er sich zudem eine Einmischung seitens der Landesgeschäftsführung verbeten. "Eine Anfechtung der Abwahl ist nicht auszuschließen, dürfte juristisch allerdings schwer zu untersetzen sein", erklärt Wilfroth. "Wir haben frist- und satzungsgemäß geladen, sahen dringende interne Gründe für diesen Schritt." Zum einen haben Doppelfunktionen die Kontrollfunktion des Kreisvorstandes untergraben konkret: Der Geschäftsführer und die Pflegedienstleiterin sind im Februar in den Vorstand gewählt worden. Das verstößt gegen die Landessatzung. Andererseits habe es auch mehrere Wortmeldungen gegeben von Mitgliedern der Volkssolidarität, die ihren Unmut über das Verhalten von

"Das ist kein übliches Vorgehen. Wir hatten gute interne Gründe dafür."
Matthias Wilfroth, Landesgeschäftsführer

einigen Mitgliedern des Kreisvorstandes bekundeten. Bekannt ist beispielsweise die Unterschriftensammlung der Bewohner des Betreuten Wohnens in der Carolinenstraße gegen Lärmbelästigungen durch Trinkgelage in der Begegnungsstätte. Das sei allerdings nicht der ursächliche Grund für die Abwahl gewesen, betont Wilfroth. Allerdings habe man im Land durchaus eine Vorstellung, wie ein Vorstand arbeiten und agieren sollte. Für das Ehrenamt im Vorstand ist übrigens keinerlei Entlohnung oder Aufwandsentschädigung vorgesehen. Die 18 Delegierten gaben am Dienstag in der "Nostalgie" in Pohlitz jedenfalls ein eindeutiges Votum ab. Sie wählten den bisherigen Vorstand mit Ulrich Fischer, Dieter Liedtke, Raphael Czerwenka, Thomas Gerling und Sindy Astermann ab. Gerling, der als einziger aus diesem Personenkreis gekommen war, stellte sein Amt auf Anraten des Landesverbandes zur Verfügung. In den neuen Vorstand, den Rechtsanwalt Detlef Zietan aus Greiz anführt, wurden Günter Hinz, Gerhard Hofmann, Dorothea Andreä und Reinhard Wolfrum gewählt. Geschäftsführer Thomas Gerling habe einen gültigen Arbeitsvertrag. Hier sei auch durch den neuen Vorstand zu prüfen, wer wo am besten eingesetzt ist, versichert Wilfroth. Detlef Zietan setzt auf einen Neustart ganz im Interesse der 680 Mitglieder im Kreisverband der Volkssolidarität. "Ich möchte, dass die Unruhe sich wieder legt. Wir wollen uns auf die Pflege- und Serviceleistungen der Volkssolidarität konzentrieren. Die Baustellen sind mit gebotener Eile aber nicht überhastet anzugehen und Strukturen so aufzustellen, dass der Kreisverband wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt." Eine erste konstituierende Vorstandssitzung wird der Rechtsanwalt in den nächsten Tagen einberufen.
 
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Turbulent

Kathrin Schulz über Unmut, der hoch- und schließlich auch überkocht

Greiz. Der Krug geht solange zum Wasser, bis er bricht, sagt der Volksmund. So oder ähnlich scheinen sich die Befindlichkeitsstörungen hinter der Fassade des Wohlfahrtsverbandes in Greiz aufgeschaukelt zu haben. Betagte Mieter im Betreuten Wohnen der Volkssolidarität ärgerten sich über den Lärm, gegen den sie mit Beschwerden nicht viel ausrichten konnten, weil auch der Geschäftsführer im Vorstand sitzt. Zudem gab es offensichtlich in der Führungsriege Turbulenzen, die einem solchen Unternehmen intern nicht gut tun und auch nach außen schlecht aussehen, weil man sie nicht ewig unter der Decke hält. Über die Interna wollte der Mann aus Erfurt, der sich einschalten musste, nicht reden. Das blieb der Delegiertenversammlung im Pohlitzer Versammlungsraum der "Nostalgie" vorbehalten. Fakt ist eins: Fehler kommen überall mal vor. Wenn man aber nicht mehr sachlich darüber reden und sie ausmerzen kann, dann ist ein Neustart angesagt. Der neue Vorstand wird es sicher nicht leicht haben, aber ein Anfang ist gemacht, um die Turbulenzen hinter sich zu lassen


19.Januar 2012/MA

Volkssolidarität: Der neue Vorstand

Greiz. In den neuen Vorstand wurden Gerhard Hofmann, Rechtsanwalt Detlef Zietan aus Greiz(Vorsitzender), Reinhard Wolfrum, Dorothea Andreä und Günter Hinz gewählt. (v.l.nach r)
Foto: ge-richter


18.Januar 2012/OTZ

Landkreis Greiz schrumpft am stärksten

Blick ins winterliche Döhlen. Göhren-Döhlen verfügt laut
Dresdener Leibniz-Studie als einzige Gemeinde des Landkrei-
ses über nennenswerte relative Wanderungsgewinne im Zeitraum
von 2007 und 2009. Sie lagen zwischen 0,5 und zwei Prozent.
Foto: Bernd Kemter

Dennoch sehr differenziertes Bild zwischen den einzelnen Gemeinden. Hundhaupten und Neumühle mit größtem Bevölkerungsrückgang. Göhren-Döhlen mit relativem Wanderungsgewinn. Studie des Dresdener Leibniz-Instituts.

Von Bernd Kemter

Greiz. Nach den Veröffentlichungen zur Studie des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung gewährt ein Blick in ein weiteres Sammelwerk Aufschluss über die demografische Entwicklung im Landkreis. Es handelt sich um die Analyse "Kleinräumige Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Greiz" des Dresdner Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung, das vom Landratsamt in Auftrag gegeben wurde. Das Institut kommt mit Blick auf den demografischen Wandel zu einigen ähnlichen Prognosen wie die "Berlin-Studie". Schrumpfte die Einwohnerzahl zwischen 1995 und 2000 relativ geringfügig, so änderte sich die Lage ab 2001 dramatisch. Zwischen 1995 und 2009 verlor der Landkreis fast 15 Prozent seiner Bevölkerung, nur die kreisfreie Stadt Gera sowie die Landkreise Saalfeld-Rudolstadt und Altenburger Land erlitten höhere Verluste. Seit 2005 ist jedoch der Landkreis die am stärksten schrumpfende ostthüringische Region, ja ganz Thüringens. Der jährliche Einwohnerverlust beläuft sich jetzt auf mehr als 1,5 Prozent. Wie die Studie weiter feststellt, gehört damit der Landkreis Greiz zu den zehn Kreisen Deutschlands mit dem negativsten Trend. Daran dürfte sicherlich auch nicht die seit 2007 laufenden Korrekturen in den Einwohnermelderegistern grundsätzlich etwas ändern. Allerdings ergibt sich bei den Gemeinden ein recht differenziertes Bild. Die meisten Gemeinden mussten beträchtliche Einwohnerverluste hinnehmen. Zwischen 2003 und 2006 wuchs nur die sehr kleine Gemeinde Hain und auch nur um 0,5 Prozent. Zwischen 2006 und 2009 erfreute sich lediglich Göhren-Döhlen des gleichen prozentualen Zuwachses. Die Zahl der stagnierenden Kommunen blieb mit acht konstant. Empfindlich getroffen wurden seit dem Jahr 2000 laut Leibniz-Studie Hundhaupten (minus 43,8 Prozent), Neumühle (minus 23,2 Prozent), Saara (minus 21,4 Prozent) und Wiebelsdorf (minus 17,8 Prozent). Hain konnte allerdings einen Zuwachs von 8,1 Prozent

"Seit 1995 ist der Saldo aus Geburten und Sterbefällen stets negativ."
Aus: Leibniz-Studie

verbuchen, mit Minuszahlen von 1,1 Prozent und 1,2 Prozent kommen Bethenhausen und Korbußen vergleichsweise noch glimpflich davon. Dramatisch stellt sich die Situation für Greiz dar. Zwar steht die Kreisstadt hinsichtlich Bevölkerungsschrumpfung seit 2000 mit minus 15,4 Prozent an 10. Stelle aller Kommunen im Landkreis, jedoch weist sie im ostdeutschen Städte-Vergleich (Gemeinwesen mit mehr als 20 000 Einwohnern) mit 12,4 Prozent den höchsten Rückgang auf. Neben Wegzügen aus beruflichen Gründen prägt vor allem die natürliche Bevölkerungsbewegung die Statistik. Hier stellt die Studie fest, dass das Saldo aus Geburten und Sterbefällen im Landkreis schon seit längerem negativ ist. Das heißt, es gibt ein ausgeprägtes Geburtendefizit. Seit 2002 blieben die Sterbefälle mit etwa 1400 konstant, steigen jedoch seit 2009 auf mehr als 1500 an. Zugleich wurden jährlich nur zwischen 670 und knapp 800 Kinder geboren. Der Einfluss von Zu- und Fortzügen war für die Bevölkerungsentwicklung seit 1995 in der Regel allerdings größer als Geburten und Sterbefälle. Jedoch verschoben sich die Proportionen, stellt die Leibniz-Studie fest: Noch bis 1998 zogen mehr Menschen in den Landkreis als fortzogen. Seit 1999 überwogen die Wegzüge. Im gesamten Zeitraum zogen 9000 Menschen mehr aus dem Landkreis fort als zuzogen. Göhren-Döhlen verfügte übrigens als einzige Gemeinde des Greizer Landkreises über nennenswerte relative Wanderungsgewinne.
 
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Unterschiede

Bernd Kemter über differierende Bevölkerungszahlen bis 2025

Das Dresdner Leibniz-Institut analysierte in seiner Studie nicht nur die derzeitige Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Greiz, es wagte auch einen Blick aus den Zahlen für 2008 bis ins Jahr 2025. Dabei werden große Unterschiede sichtbar. Zunächst wird für alle Gemeinden ein Bevölkerungsrückgang erwartet. Besonders drastisch lauten die Prognosen für Langenwolschendorf (minus 35,2 Prozent), Seelingstädt (minus 33,7 Prozent), Hohenleuben (minus 33,4 Prozent) und Hohenölsen (minus 33,1 Prozent). Relativ günstig wird hingegen die Lage in Caaschwitz (minus 0,7 Prozent), Korbußen Bethenhausen, Hartmannsdorf und Crimla beurteilt. Auffällig zeigt sich ein Band weniger stark schrumpfender Gemeinden von Langenwetzendorf über Berga bis Pölzig. Für Greiz und Zeulenroda-Triebes werden Verluste von 29,9 Prozent bzw. 27,2 Prozent erwartet. Was kann man dagegen tun? Die Chancen sind eher bescheiden. Attraktive Gemeinden mit etwas Infrastruktur und in idyllischer Lage, wie etwa Stelzendorf, sind da noch relativ gut bedient. Günstiges Bauland und niedrige Immobilienpreise locken Städter (z. B. aus Gera) ins Umland. Gewerbliche Neuansiedlungen, so schwierig sie auch sind, gute Ausbildungsmöglichkeiten führen zu geringerer Abwanderung. Nicht zuletzt dient dem auch die alltägliche Erfahrung "Hier lässt es sich gut leben."


18.Januar 2012/OTZ

Wenig Wintergänse in der Region

Ein Silberreiher
Foto: privat

Mittwinterzählung der Wasservögel am Wochenende

Von Hartmut Lange

Greiz. Vermutlich der aktuell äußerst milden Wetterlage ist es wohl geschuldet, dass das Ergebnis der Wasservogelzählung am vergangenen Wochenende die Mittwinterzählung im Altkreis Greiz mit 1677 Vögeln in 19 Arten unter dem Mittelwert der vergangenen Jahre lag. Neben der dominierenden Art, der Stockente mit insgesamt 1424 Vögeln, wurden lediglich 23 Reiher-, zwölf Krick-, drei Tafel- und eine Pfeifente von den Vogelfreunden registriert. Typische Wintergäste in der Region wie beispielsweise der Kormoran (32) und der Gänsesäger (16) waren ebenfalls nur in geringer Zahl vertreten. Im jahreszeitlichen Rahmen lagen bei der jüngsten Zählung allerdings die Zahlen der Graureiher (34) und Bläßhühner (42). Dagegen waren vom Höckerschwan diesmal nur 13 Tiere an den Zählgewässern im Kreis Greiz anwesend. Von den eingebürgerten Arten, den "Neozoen", wurden 28 Nilgänse und zwei Mandarinenten von den Greizer Vogelkundlern gesichtet. Erfreulich aus der Sicht des Artenschutzes waren die zehn Eisvögel und zwölf Wasseramseln an den Fließgewässern der Region, die bei der diesjährigen Mittwinterzählung entdeckt wurden. Vervollständigt wird das aktuelle Zählergebnis noch durch insgesamt acht Graugänse sowie vier Silberreiher, fünf Haubentaucher und sieben Zwergtaucher sowie einem Kiebitz. Der letztgenannter Vogel hielt sich an den ehemaligen Absetzbecken der Wismut in Culmitzsch auf. Die Wasservogelzählung findet in ganz Deutschland und weiteren europäischen Ländern immer zur gleichen Zeit statt.


18.Januar 2012/OTZ

TSG Concordia Reudnitz

Foto: Silke Groß

Handball: Die Männer der TSG Concordia Reudnitz (in Rot) gegen den Tabellenzweiten SV Aufbau Altenburg III. Mit einem 34:31-Sieg konnten die Reudnitzer den ersten Platz in der Verbandsklasse behaupten.


18.Januar 2012/OTZ

Reudnitzer feiern Fasching

OTZ

Reudnitz. "Reudnitz Helau" heißt es bald in der Turnhalle der TSG Concordia. Faschingsfreunde dürfen sich auf eine bunte Zeit freuen. Los geht es am 4. Februar um 19 Uhr mit dem ersten Faschingstanz, gefolgt vom Seniorenfasching am 6. Februar ab 14 Uhr. Für die Kleinsten findet am 7. Februar um 15 Uhr der Kinderfasching statt und abschließend wird am 11. Februar zum zweiten Faschingstanz geladen.
Live-Musik bietet an beiden Faschingsabenden die Band "Casa" aus Triebes.


18.Januar 2012/OTZ

Traueranzeige: Tobias Büttner - Reudnitz


17.Januar 2012/OTZ

Mehr Tourismus-Pakete schnüren


Anziehungspunkt wegen der Schlösser, des Parks und der Wandermöglichkeiten ist die Kreisstadt Greiz, hier eine Luftbildaufnahme
vom Spätsommer 2010. Knapp 23 000 Touristen haben im vergangenen Jahr den Service der Greiz Information genutzt.
Foto: Christian Freund

"Wandertouren im Vogtland - Sachsen und Thüringen" heißt
die neue Broschüre, die die Tourismusvereine
länderübergreifend anbieten.
Foto: Katja Grieser

Zahl der Urlauber und Gäste im Landkreis von Januar bis September 2011 leicht rückläufig. Mit Wandern, Radeln und Reiten will der Tourismusverband Thüringer Vogtland gegensteuern.

Von Kathrin Schulz und Dietgard Oberst

Greiz. Als Reiseziel hat der Landkreis Greiz 2011 etwas an Attraktivität eingebüßt. Von Januar bis September haben weniger Gäste als im Vergleichszeitraum des Vorjahres die idyllischen Gegenden der Region angesteuert. Insgesamt kamen in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 44 364 Gäste aus dem In- und Ausland. Das waren nach Angaben des

"Potenzial haben wir im Landkreis für Wanderer, Radfahrer und Reiter."
Mario Walther

Statistischen Landesamtes 1,4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Von diesen 44 364 Gästen reiste eine deutliche Mehrheit, nämlich 41 996 aus Deutschland an. 2368 Touristen kamen aus dem Ausland in den Landkreis. Das waren bei den Deutschen 1,8 Prozent weniger und bei den Ausländern stolze 6,2 Prozent mehr. Insgesamt blieben die Touristen hier im Schnitt 2,2 Tage, so dass bis September 96 505 Übernachtungen gebucht wurden. Das entspricht einem Rückgang um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während die Besucherresonanz von Januar bis September thüringenweit um 1,7 Prozent gestiegen ist, konnte der Landkreis hier nicht mithalten. In diese Statistik fließen Hotels, Pensionen und Gasthöfe mit mehr als neun Betten, aber keine Campingplätze ein. Für Mario Walther, Geschäftsführer des Thüringer Vogtland Tourismus e.V. mit Sitz in Zeulenroda, zeigt dieser statistische Wert "normale Streubreite". Er verweist darauf, dass die Besucherzahlen zum Jahresende 2011 noch einmal angestiegen seien. Konkret auf ein Gästeplus von 4,6 Prozent im Thüringer Vogtland. Wenngleich die Bettenauslastung mit 24,4 Prozent nach wie vor nicht befriedigend ist. Wohin sich die Gäste konkret wenden, sei zwar nicht zahlenmäßig erfasst, aber die Kreisstadt Greiz spiele eine wesentliche Rolle, das Seehotel in Zeulenroda, aber auch das Golf- und Tagungshotel Großebersdorf werde oft nachgefragt. Potenzial sieht Walther vor allem für aktive Touristikangebote für Wanderer, Radfahrer und Reiter. Die Zertifizierung der Wanderwege, wie der Elsterperlenweg, der Vogtland-Panoramaweg aber auch der Wanderweg Rund um die Talsperre Zeulenroda machen die Region bekannter und werden von vielen Kurzzeit-Touristen gern für Ausflüge genutzt. Der Vogtland-Tourismus-Verein setzt auf die bessere Koordinierung der touristischen Angebote speziell im Aktiv- und im Sportbereich, bei Gesundheit und Kultur. "Wir müssen mehr Tourismuspakete schnüren, konkrete Angebote machen, die mehr Erholungssuchende locken", so Mario Walthers Fazit auf die jüngste Entwicklung. Gerade auch die Vogtlandhalle gilt es hier als Plus in die touristische Waagschale zu werfen. Die größten Zuwächse bei den Ankunftszahlen hatte der Kreis Eichsfeld mit einem Plus von 15 Prozent, an zweiter Stelle folgte Suhl mit 7,6 Prozent und an dritter das Altenburger Land mit 7,5 Prozent mehr.


17.Januar 2012/OTZ

Lust und Frust bei Keglern

OTZ/Frank Knüpp

Mohlsdorf. Schon vor dem Start des Matches gegen den SV Blau-Gelb Ehrenberg (5065:5160) am Sonnabend mussten die Mohlsdorfer Männer der ersten Kegel-Landesklasse bangen. Rolf Nicolaus litt noch immer an einer Verletzung und einen Ersatz gab es nicht. Dennoch schlug sich der FSVler wacker, auch wenn er mit 796 Holz (590 V./206 A./16 F.) verlor. Besser traf Sebastian Haußner, der Ingolf Jahn mit 844:834 Holz (585:579 V./259:255 A./10:17 F.) knapp besiegte. In der nächsten Paarung hatte Heiko Reiher (FSV; 823 Holz; 591 V./232 A./15 F.) im ersten Gang wenig Glück und geriet gegen Harry Mähler (844 Holz; 592 V./252 A./10 F.) ins Hintertreffen. Am Ende betrug die Differenz aber "nur" 21 Holz. Spannend gestaltete sich das Match von Daniel Schaub (869 Holz; 583 V./286 A./7 F.) gegen Wilfried Präger (868 Holz; 627 V./241 A./14 F.). Während Rene Adler gegen Silko Escher mit 852:876 Holz (587:583 V./265:293 A./7:4 F.) verlor, konnte Jens Hahn (581 V./299 A./6 F.) sein Spiel gegen Falko Börngen (861 Holz; 599 V./262 A./5 F.) für sich entscheiden. Leider reichte diese Leistung nicht mehr, die Mohlsdorfer mussten sich mit 96 Holz Differenz geschlagen geben. Die FSV-Damen dominierten am Sonntag den SV Starkenberg, gewannen mit 1687:1595 und zeigten sich in besserer Form als gegen Schmölln am Wochenende zuvor. Den Auftakt bildete die Leistung von Angelika Meyer, die gegen Patrizia Breuning (287:266 V./129:89 A./9:12 F.) einen Vorsprung von 61 Holz holte. Ungläubig schaute anschließend Ilona Görner auf die Anzeige, denn die vermeldete bei 429 Holz, 288 V. und 141 A. nur einen Fehler. Dem konnte ihre Kontrahentin Silvia Mälzer mit 386 Holz (281 V./105 A./10 F.) nichts entgegensetzen. Den Hattrick des Tages schaffte Jennifer Hartisch, die mit 430 Holz (297 V./133 A./3 F.) das Ergebnis von Görner noch um ein Holz toppen konnte und Carola Kunzmann mit 405 Holz (289 V./116 A./5 F.) keine Chance ließ. Einzig Antje Buhtz musste sich Katharina Gerth mit 412:449 Holz (297:297 V./115:152 A./9:4 F.) geschlagen geben. Endergebnis: 1687:1595 Holz (92 Differenz).


16.Januar 2012/OTZ

Zusteller gesucht in Greiz und Reudnitz

Greiz. Pünktlich die Tageszeitung im Briefkasten zu haben, setzt zuverlässige Zustellerinnen und Zusteller voraus. Die Ostthüringer Zeitung sucht für die Bereiche Greiz, Schönfeld und Reudnitz noch engagierte Mitarbeiter ab 18 Jahren. Interessierte melden sich bitte unter Tel. (03661) 87 56 21 oder per Mail an greiz@zgt.de.
OTZ


16.Januar 2012/OTZ

Gelungener Auftakt ins Sportjahr 2012

40 Läufer treffen sich in Waldhaus

OTZ/Ralf Peter

Waldhaus. Über 40 Laufbegeisterte vollzogen am 8. Januar einen gelungenen Auftakt ins Sportjahr 2012. Beim Lauftreff des LV Einheit Greiz mit Start und Ziel in Waldhaus war für alle das richtige Maß an gesunder Bewegung dabei. Auf den Lauf- und Wanderstrecken von zwei bis acht Kilometern stand der Spaß im Vordergrund. Angefangen von den Nachwuchsathleten über die Hobbyläufer bis zu den Senioren war ein breites Spektrum sportlicher Aktivitäten vertreten. Auch die Motivationen der Läufer waren von der Vorbereitung auf die Hallenmeisterschaften über ein gemeinsames Training bis zum Laufen aus Freude sehr unterschiedlich. Für die Saisonplanung gab es am Ende zudem noch Terminpläne, Laufkalender und Ausschreibungen für den Greizer Straßenlauf. Mit der Siegerehrung der Rangliste Greiz 2011 im Hotel Gudd beginnt am 10. Februar die Serie der Laufveranstaltungen. Am 12. Februar wird mit dem Crosslauf auf dem Tempelwald die Rangliste 2012 gestartet. Zum 142. Greizer Straßenlauf werden am 10. März zahlreiche Aktive und Zuschauer erwartet. Weitere Gelegenheiten sind der Sachswitzer Stauseelauf (20. Mai) der 3000-m-Lauf (13. Juni), der Geländelauf (2. September) sowie der Herbstlauf (4. November) als Abschluss.


16.Januar 2012/OTZ

Mohlsdorfer bleiben Vierte

Mohlsdorf/Zeulenroda. Zum Rückrundenauftakt der ersten Kreisliga im Tischtennis spielte der FSV Mohlsdorf gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Post Zeulenroda V. Heiko Scheler und Ronny Graf gewannen ihr Doppel gegen Wolfgang Schiefner und Steffen Schädlich knapp in fünf Sätzen. Die Mohlsdorfer Damen Monika Oefler und Petra Weinbrecht unterlagen gegen Thomas Walther und Klaus Riesel. Monika Oefler unterlag zudem klar gegen Wolfgang Schiefner, der Nummer eins aus Zeulenroda. Er ist zudem die Nummer eins der Rangliste und mittlerweile seit zwei Jahren ungeschlagen in der ersten Kreisliga. Sven Rabe verlor gegen Thomas Walther, Heiko Scheler und Ronny Graf konnten hingegen gegen Steffen Schädlich und Klaus Riesel gewinnen und zum Zwischenstand von 3:3 ausgleichen. Danach verlor Monika Oefler gegen Thomas Walther klar mit 0:3. Dagegen zeigte Sven Rabe sehr gute Moral gegen Steffen Schädlich. Nachdem er die ersten beiden Sätze verloren hatte, drehte er das Spiel und siegte schließlich im fünften Satz. Ronny Graf hatte keine Chance gegen Wolfgang Schiefner und verlor ebenfalls. Heiko Scheler gewann gegen Klaus Riesel und glich zum 5:5 aus. Sven Rabe verlor gegen Wolfgang Schiefner, der auch an diesem Abend ungeschlagen blieb. Heiko Scheler gewann gegen Thomas Walther nach einem spannenden Spiel mit 3:1 nach Sätzen. Ronny Graf bezwang Steffen Schädlich deutlich mit 3:0. Monika Oefler verlor danach gegen Klaus Riesel mit 0:3. Heiko Scheler verlor gegen Wolfgang Schiefner mit 1:3. Ronny Graf bezwang Thomas Walther mit 3:1 und glich zum 8:8-Zwischenstand aus. Im Match gegen Steffen Schädlich wuchs Monika Oefler über sich hinaus und bezwang ihn im fünften Satz, wohingegen Sven Rabe gegen Klaus Riesel mit 0:3 verlor. Durch ihre Siege erkämpften sich die Mohlsdorfer ein Unentschieden gegen den Tabellenführer aus Zeulenroda und verteidigten den vierten Tabellenplatz in der ersten Kreisliga.
OTZ


16.Januar 2012/OTZ

Tafelwischen ist Geschichte

Aus Alltagsinstrumenten entlockte die Klasse 7a an der
Freien Regelschule Reudnitz unter Anleitung von Musikpäda-
gogin Katja Grundmann Rhythmus und Melodie auch zur Freude
der Besucher.
Foto: Antje-Gesine Marsch

Einblicke in den Schulalltag an der Freien Regelschule Reudnitz mit Laptops und Smart-Boards, aber auch Kochlöffeln auf Zementwanne. Schon Wartelisten bei der Einschreibung für das kommende Schuljahr.

Von Antje-Gesine Marsch

Reudnitz. "Wir sind mit dem Verlauf des Tages der offenen Tür sehr zufrieden", sagte die Schulleiterin der Freien Regelschule Reudnitz, Monika Georgi. Zahlreiche Interessierte waren am Sonnabendvormittag gekommen, um sich über die Bildungseinrichtung zu informieren. Schüler und Pädagogen, die man gut an ihren lindgrünen T-Shirts erkennen konnte, hatten ein Rundum-Programm erarbeitet, das die Schule in all ihren Facetten darstellte. "Im Rahmen des MNT-Unterrichts Mensch, Natur, Technik wurde in der Klasse 6 auch das Thema Der Mensch® behandelt", erklärte Lehrerin Katja Lux. Deshalb habe man sich besonders dem Thema Gesunde Ernährung gewidmet. Jeder Schüler habe einige Zutaten mitgebracht und so wurden leckere Obstspieße und Salate kreiert. Ein Quiz dazu boten die Schüler ebenfalls an. Zu beantworten waren Fragen wie etwa was der Unterschied zwischen Nektar und Saft sei. Im Nebenzimmer ging es etwas lauter zu. "Musik mit Alltagsinstrumenten" stand bei der Klasse 7a auf dem Programm. Silberlöffel auf Glas,

"Wir sind an unsere Kapazitätsgrenze gestoßen."
Monika Georgi, Schuleiterin

Kochlöffel auf Zementwanne, Plasteflaschen auf Tisch oder das Zuklappen eines Buches die rhythmische Geräuschkulisse gipfelte sogar noch in Stock auf Zinkeimer. Den Schülern machte es sichtlich Spaß, unter Anleitung von Musikpädagogin Katja Grundmann dieses Klanggebilde entstehen zu lassen. Im Speiseraum der Ökoschule hatten indes zahlreiche Eltern mit ihren Kindern Platz genommen, um sich beraten oder bereits die Einschreibung für das kommende Jahr vornehmen zu lassen. "Wir werden zwei fünfte Klassen aufstellen", schaute Monika Georgi schon voraus. Die Anzahl der Anmeldungen übersteige bereits die Kapazität, also gebe es Wartelisten. "Am Konzept unserer Schule halten wir auch weiterhin fest", so die Schulleiterin. Dazu gehöre "Gewaltfreiheit, ein wachsames Auge auf soziale Beziehungen, das Verantwortlichzeigen für die Schule, die individuelle Förderung sowie die enge Zusammenarbeit mit den Eltern", so Georgi. So werde in diesem Jahr auch Stefanie Höppner als Sonderpädagogin an der Schule tätig sein und bei Förderbedarf aktiv werden. Besonders stolz zeigte sich die Schulleiterin, seit kurzem vier Smart-Boards sowie einen Klassensatz Laptops an der Schule zu haben. "Tafelwischen ist Geschichte", wie es die Schüler pragmatisch erfassten. Lehrer Thomas Hohmuth zeigt sich zufrieden mit der Innovation im Schulalltag. Er favorisiert allerdings keine fertigen Tafelbilder, sondern möchte den Stoff, gerade in Geschichte, gemeinsam mit den Schülern Schritt für Schritt erarbeiten. Derzeit gibt es an der Freien Regelschule Reudnitz elf Klassen. "Wir sind an unsere Kapazitätsgrenze gestoßen", gestand Monika Georgi abschließend. Optional sei allerdings ein weiterer Anbau möglicherweise an die Stelle des jetzigen "Lehrerzimmer-Containers" durchaus denkbar.


16.Januar 2012/OTZ

Geselligkeit steht hoch im Kurs

Zahlreiche Besucher sehen sich das traditionelle Tannenbaumverbrennen in Teichwolframsdorf an.
Bereits zum siebten Mal hatte die Freiwillige Feuerwehr dazu eingeladen.
Foto: Tobias Schubert

Stimmungsvolles Tannenbaumverbrennen in Naitschau und Teichwolframsdorf. Feuerwehrvereine sorgen wieder einmal für Leben im Dorf.

Von Bernd Kemter und Tobias Schubert

Naitschau/Teichwolframsdorf. . Zum zweiten Mal lud der Naitschauer Feuerwehrverein e. V. zum Tannenbaumverbrennen ein. Viele Einwohner folgten dem Ruf, brachten auf den Dorfplatz ihre ausgedienten Christbäume, die sodann entzündet wurden. Die Naitschauer nutzten die erste Gelegenheit im neuen Jahr, miteinander in großer Runde ins Gespräch zu kommen, stärkten sich bei Rostern, Steaks und Glühwein. Ein Baum soll allerdings noch "übrig" bleiben, wie Gunter Horlbeck, der an diesem Abend für die Musik sorgte, schmunzelnd versicherte. Am kommenden Wochenende wird selbiger Baum nochmals geschmückt, die Leute legen allerlei gespendete leckere Sachen, Wurst, Semmeln, Schüsseln mit Salaten und anderes mehr darunter. Der Erlös der Versteigerung kommt der Wehr sowie der Vereinsarbeit zugute. Für die ehrenamtlichen Helfer des Weihnachtsmarktes wird es eine Dankeschönveranstaltung geben, informierte sodann Vereinschef Bertram Steinert im OTZ-Gespräch. Dass der Weihnachtsmarkt wie auch das Brotsuppenfest am zweiten Juni-Wochenende stets ein Erfolg wird, liegt neben den vielen Helfern und der Organisation auch in dem Fakt begründet, dass der Verein gleich über 20 Verkaufsbuden verfügt. Das Brotsuppenfest sei "einzigartig in Europa", wie Steinert schmunzelnd anfügt. Er kannte dieses

"Die gesamte Feier wird von Vereinsmitgliedern abgesichert."
Karl-Heinz Treptow, Feuerwehrvereins-Chef in Teichwolframsdorf

Gericht schon als Kind, ältere Einwohner erinnerten sich an Rezepte, die jedoch durchaus Familiengeheimnisse bleiben. "Die Leute sind ganz versessen darauf", so der Vereinschef. Gut kommt auch der Kesselgulasch an.

Geselligkeit zum Tannenbaumverbrennen in Naitschau,
organisiert vom Feuerwehrverein.
Foto: Bernd Kemter

Die Mitglieder der Teichwolframsdorfer Jugendfeuerwehr entzünden mit
ihren Fackeln die knapp 170 Bäume.
Foto: Tobias Schubert


Eine Herbstdisko wird es vielleicht am zweiten Oktober-Wochenende geben, "aber wir sind uns da noch nicht so schlüssig". 42 Mitglieder zählt gegenwärtig der Naitschauer Feuerwehrverein, er ist nicht getrennt von der Wehr. Doch an Einsatzkräften bringt Naitschau immerhin um die 20 Leute zusammen. Ein LO, ein Kleinlöschfahrzeug Thüringen sowie zwei Hänger stellen die Einsatztechnik dar. Jeden Dienstag wird die Technik gewartet, werden weitere Aufgaben erfüllt. An jedem ersten Freitag sind Schulungen oder Versammlungen angesetzt. Zwischen April und Oktober finden monatliche Übungen statt. Gelegentlich kommt dabei auch der Spaß, zum Beispiel mit Nägeleinschlagen und Teebeutelweitwurf, nicht zu kurz. Auch in Teichwolframsdorf wurde beim Tannenbaumverbrennen gefeiert und das obwohl ein Kurzschluss kurzfristig für Stromausfall und damit für dunkle Lampen sorgte. Die Stimmung aber ließen sich die Besucher dadurch nicht verderben. Nur das Kleingeld musste zunächst eben mit Taschenlampen gezählt werden, bis ein Generator wieder für Licht sorgte. Bereits zum siebten Mal fand am Sonnabend die traditionelle Verbrennung nicht mehr gebrauchter Bäume statt. "Die Idee kam von einem Bekannten aus Halle, der mir davon erzählt hatte", erklärt der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Treptow den Ursprung der Idee. Nach einem Fackelumzug, der zahlreiche Besucher mit zur Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr brachte, wurden die Bäume kurz nach 17 Uhr dann entzündet. Knapp 170 Bäume hatte die Teichwolframsdorfer Jugendfeuerwehr, die ganze 16 Mitglieder zählt, für diesen Zweck an fünf Stellen im Ort gegen eine Spende von einem Euro gesammelt. Ihnen zugute soll nun auch das Geld insgesamt 164 Euro kommen und etwa für neue Schutzanzüge verwendet werden. Im nächsten Jahr feiert die Feuerwehr ihren 90. Geburtstag. Zur Zeit hat der Verein, der nach der Wende neu gegründet wurde, 68 Mitglieder. Das älteste ist 85 Jahre alt, das jüngste ist ein 16 Jahre junges Mädchen.

Kommentiert: Miteinander

Bernd Kemter über Sinn der Vereinsarbeit und Nachwuchssorgen

Es ist schön, wenn es im Dorf Vereine, vor allem Sport- und Feuerwehrvereine gibt, die für Geselligkeit sorgen. Dies macht unsere Dörfer liebens- und lebenswert. Aber es ist schon so: Immer muss es ein paar unermüdlich rackernde Leute geben, die sich vor den Karren spannen. In Naitschau ist das ebenso der Fall. In der hiesigen Feuerwehr samt Verein ist es indes nicht anders als anderenorts. Es fehlt an Nachwuchs. Gerade mal ein Junge geht nach Daßlitz, wo die Jugendfeuerwehrarbeit in der Großgemeinde Langenwetzendorf konzentriert ist. Die jüngsten Mitglieder im Feuerwehrverein sind schon über zwanzig Jahre alt. Dass fehlender Nachwuchs in den nächsten Jahren zum Problem wird, wird sich somit auch in der Einsatzbereitschaft niederschlagen. Dies ist bedenklich, denn im vergangenen Jahr, wurden die Naitschauer mit Wehren umliegender Orte zu Bränden in der Schweinemastanlage Langenwetzendorf, in eine Kleingartenanlage und ins Langenwetzendorfer Sommerbad sowie zu Unfällen zwischen Zoghaus und Silberfeld sowie in Zoghaus gerufen. All diese Vorfälle liefen glimpflich ab, zumeist konnten die Naitschauer Einsatzkräfte nach kurzer Zeit wieder ins Gerätehaus zurückkehren. Das muss freilich nicht immer so sein.


14.Januar 2012/OTZ

SPD-Vorstand schickt Grüner ins Wahlrennen

Gerd Grüner hat das Votum des Greizer
SPD-Vorstandes schon mal in der Tasche.
Foto: privat

Amtsinhaber will Chefsessel im Greizer Rathaus für die SPD erfolgreich verteidigen

Von Kathrin Schulz

Greiz. Der Vorstand der Greizer SPD unter Führung von Wolfgang Seifert ist sich einig: Gerd Grüner ist ihr Mann. Die Sozialdemokraten wollen den Amtsinhaber erneut ins Wahlrennen schicken, auf dass er den Chefsessel im Rathaus der Kreisstadt erfolgreich verteidige. Einen entsprechenden Vorschlag wird die SPD-Spitze, der auch der Fraktionschef im Stadtrat Harald Jatho und die stellvertretende Bürgermeisterin Ines Watzek angehören, der Mitgliederversammlung unterbreiten, die für Anfang März angesetzt ist. "Wir stehen für die Fortsetzung der bisherigen Politik in der Stadt und gehen mit Siegeswillen in den Wahlkampf", versichert Wolfgang Seifert im Gespräch mit dieser Zeitung. Auch Gerd Grüner, der sich einige Tage vor dem Jahreswechsel erneut dazu bekannt hatte, als Kandidat zur Verfügung zu stehen, sieht damit den Startschuss für den Wahlkampf gefallen. Er gehe für ein lebens- und liebenswertes Greiz in den politischen Ring, versichert der SPD-Mann, der es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt vorerst nur mit einem Gegenkandidaten aufzunehmen hat. Rechtsanwalt Detlef Zietan, den die Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit aufgeboten hat, steht ebenfalls in den Startlöchern für ein politisches Kräftemessen. Während die Christdemokraten ebenfalls angekündigt haben, einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufzustellen, ist das bei den Linken noch nicht eindeutig klar. Allerdings sind bei der CDU, die in dieser Legislaturperiode eine Zusammenarbeitsvereinbarung mit der SPD im Stadtrat beschlossen hat, die Würfel für diese wichtige Personalentscheidung noch nicht gefallen. Grüner, der als Amtsinhaber sicher noch manchen Trumpf aus dem Ärmel zaubern kann, ist überzeugt, sowohl bei den harten Standortfaktoren wie der Infrastruktur seit der Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren ein gutes Stück vorangekommen zu sein, als auch bei den weichen Faktoren in Sachen Kultur, Kindereinrichtungen, Sport einiges in die Waagschale werfen zu können. Er sieht die Stadt Greiz im Wettbewerb der Städte und Regionen gut aufgestellt. Dennoch gebe es nichts, was man noch besser machen könnte, räumte er auf Nachfrage dieser Zeitung ein. Auf die Frage, ob und wann er denn die Stelle des Wirtschaftsförderers wieder besetzen wolle, hatte er ein klares Ja parat. Bekanntlich war der bisherige Verantwortliche für Wirtschaftsförderung im Rathaus, Volkmar Schneider, zum Jahresende in den Ruhestand gegangen. Allerdings, so Grüner, soll die Stelle von den Arbeitsaufgaben her neu profiliert werden und werde sicher erst nach der Wahl neu besetzt. "Ich will hier keine Schnellschüsse, um später nicht zurückrudern zu müssen", stellt er klar. Die Bürgermeisterwahl in Greiz steht wie die Landratswahl auch am 22. April im politischen Kalender. Der Wahlkampf lässt ein turbulentes Frühjahr erwarten. Eine kleine Kostprobe hat es ja bereits mit den Nicklichkeiten um die Plakatwerbung der IWA für Zietan und Dr. Geißler gegeben.


13.Januar 2012/OTZ

Traueranzeige: Hildegard Jung - Gottesgrün


13.Januar 2012/OTZ

Die Wirkung von Baldrian

Was Großmutter bei Schlafstörungen schon kannte und empfahl

Antje-Gesine Marsch

Greiz. Die Baldrianwurzel ist nicht nur wegen ihres starken Geruchs bekannt, sondern vor allem aufgrund ihres beruhigenden Charakters. Schon Großmutter wusste um die guten Eigenschaften dieses Gewächses. Alleine oder auch gemischt mit anderen Kräutern wie Hopfen oder Melisse gilt der Baldrian als leichtes Beruhigungsmittel. Die sanfte Wirkung der Pflanze ist klinisch belegt, tritt aber erst bei relativ hoher Dosierung auf. Aktuelle Baldrianpräparate sind deshalb erheblich stärker dosiert als noch vor ein paar Jahren. Im Gegensatz zu den chemischen Arzneimitteln besteht bei diesem natürlichen Beruhigungsmittel allerdings keine Suchtgefahr und auch die Nebenwirkungen sind erfahrungsgemäß gering einzuschätzen. Bei innerer Unruhe oder Nervosität wirkt Baldrian in der Regel sehr zuverlässig. Ebenso hat er sich durch seine angstund spannungslösende Eigenschaft bewährt. Baldrianpräparate sind rezeptfrei in Apotheken und Drogerien erhältlich. Die Auswahl reicht von Tabletten über Tropfen bis zum Baldriantee. Gerade bei der Zubereitung eines Tees, liegt die Dosierung im eigenen Ermessen. Obwohl keine ernsten Überdosierungen oder sogar Vergiftungen durch Baldrian bekannt sind, sollte eine Überdosierung vermieden werden. Generell ist vor einer eigenmächtigen Behandlung ein Arzt zu konsultieren. Die Dosierung bei Präparaten ist der entsprechenden Packungsbeilage zu entnehmen.


13.Januar 2012/OTZ

Haushaltsloch über 1,7 Millionen Euro

Höchste Eisenbahn für städtischen Haushalt in Greiz Entwurf für den Verwaltungsetat dieses Jahres will der Rathauschef am 25. Januar 2012 im Haupt und Finanzausschuss des Stadtrates vorlegen.

Von Kathrin Schulz

Greiz. Das Haushaltsjahr hat bereits begonnen, ohne dass die Stadt Greiz einen gültigen Haushaltsplan hat. Für die Kreisstadt im Gegensatz zu manch anderer Kommune eine ungewöhnliche Erfahrung, lag doch mit Jahresstart der Finanzfahrplan stets fest. Dass das wichtigste Dokument, der Haushalt 2012, nicht einmal im Entwurf vorliege und dass von einem Millionendefizit die Rede sei ohne es genau zu beziffern, stößt der neunköpfigen Stadtratsfraktion der Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit bitter auf, wie sie jetzt in einer Erklärung betont. Rathauschef Gerd Grüner (SPD) dagegen verweist darauf, dass erst mit verlässlichen Zahlen zu den Schlüsselzuweisungen vom Land ein belastbarer Etat aufgestellt werden könne. Schon die ersten Schätzungen verhießen erhebliche Einbußen um die zwei Millionen Euro für die Kreisstadt. Am 29. Dezember, so Grüner, hätten die jüngsten Haushaltszahlen über die Kommunalaufsicht das Rathaus erreicht. Demnach werden die Schlüsselzuweisungen um 1,7 Millionen Euro für Greiz gekürzt. Allerdings komme auch jetzt der

"Zuschüsse und Gebühren sollen so bleiben, wie sie sind. Das ist unser Ziel. "
Gerd Grüner, Bürgermeister

Haushaltsentwurf nicht ohne Schätzungen aus. Der Gemeindeanteil der Einkommenssteuer, der Umsatzsteuer und der Familienleistungsausgleich werde nach einer Kennziffer berechnet, die ursprünglich zu Jahresbeginn erwartet wurde und jetzt erst im März vom Finanzministerium kommen soll. Dieser Einnahmeposten belief sich 2011 auf insgesamt 4,3 Millionen Euro, hier steckt noch eine Variable in der Rechnung. Das 1,7 Millionen-Euro-Minus ist im Verwaltungshaushalt zu stopfen. Deshalb, so der Rathauschef, werde man in den nächsten Tagen in der Kämmerei und den Ämtern jeden Posten auf den Prüfstand stellen. Während Kreis- und Schulumlage, die in die Landkreiskasse fließen, mit 6,1 Millionen Euro nicht variabel sind; die Personalkosten nach Erkenntnissen aus 2011 mit rund 9,6 Millionen Euro angesetzt werden und die Devise gilt, dass Zuschüsse und Gebühren so bleiben sollen, wie sie sind, bleibt nur der Weg, Sach- und Planungskosten komplett zu überrechnen. Rund 20 000 Euro dürften durch den bisher kaum notwendigen Winterdienst einzusparen sein. Auch die Sport- und Spielstätten-Leitplanung, die 2012 für rund 30 000 Euro vorgesehen war, könnte um ein Jahr verschoben werden. Ein langwieriger Weg bis zu 1,7 Millionen Euro. Und der Rathauschef geht nicht davon aus, dass im Haupt- und Finanzausschuss am 25. Januar, wenn er den ersten Entwurf für den Verwaltungshaushalt vorlegt, schon alles ausgeglichen sei. Grüner setzt auf die "Verantwortungswahrnehmung aller Fraktionen", sich in diese Haushaltsdebatte einzuschalten. Die IWA-Stadträte, das geht aus ihrer aktuellen Presseerklärung hervor, haben diese Debatte um den Etat 2012 schon vermisst.
 
Kommentiert

Auf Sparflamme
 
Kathrin Schulz über das Portmonee der Residenzstadt
 
Über eine Geldbörse aus Zwiebelleder klagen in diesen Tagen viele Haushalte. Immer wenn man reinsieht, kommen einem die Tränen. Um den städtischen Haushalt ist es ähnlich bestellt. Jetzt, nachdem klar ist, wie die Einnahmen vom Land aussehen, muss der Rotstift ran. Natürlich hat Greiz Geld. Gut 25 Millionen Euro stehen für den Verwaltungshaushalt zur Verfügung. Doch die Stadträte haben mit vielen Projekten auch Prioritäten gesetzt, was Greiz sich leisten will Eisbahn, Kino, Schwimmhalle und, nicht zu vergessen die Vogtlandhalle, werden immer Zuschussbedarf haben. Und da auch der Kindergartenplatz für rund 100 Euro monatlich weiter als familienfreundliches Plus nötig ist, muss eben anderswo der Rotstift ran. Sobald der Entwurf vorliegt, haben es die Stadtväter in der Hand, zu wichten, was gestrichen, gestreckt oder verschoben werden kann. Bis alles geplant und genehmigt ist, kocht die Stadtkasse allerdings auf ganz kleiner Flamme. Ein langfristiger Finanzierungsplan für den kommunalen Finanzausgleich im Land wäre notwendig. Viele Sparfaktoren brauchen einfach Zeit, um zu wirken.


13.Januar 2012/OTZ

Sagen der Region: Über die treffsicheren Langenwetzendorfer Brüder Ille

Sagen der Region eine Spurensuche: Freischützen und Pakt mit dem Teufel

Von Holger Zaumsegel

Langenwetzendorf. Welcher Schütze wünscht sich nicht, dass seine Kugeln niemals fehlgehen? Diese Zaubermunition wird in Sagen als Freikugeln bezeichnet. Experten, die diese Wunderwaffe besaßen, gab es viele. Im Heft "Die Mühle unter der Teufelskanzel" werden die Brüder Ille aus Langenwetzendorf erwähnt. "Sie brauchten die Flinte nur zum Fenster hinauszuhalten und ohne zu zielen loszuknallen, dann lag ein Hase tot unterm Fensterstock", heißt es im Heft. Eine recht nützliche Eigenschaft, die die beiden Freischützen da vorweisen konnten. Schließlich fuhr man früher nicht eben mal in die Kaufhalle, um den Kühlschrank aufzufüllen. Nahrung war ein teures und teilweise auch knappes Gut. Wohl dem, der sich durch die Jagd den Essenstisch mit leckerem Wild füllen konnte. Doch hatte der Besitz von Freikugeln einen Nachteil: Man musste einen Pakt mit dem Teufel schließen, um die Zaubermunition zu bekommen. Die Brüder Ille hatten dahingehend keine Skrupel. Sie gingen sogar noch weiter. Als eines Tages zu ihnen ein Förster kam, der von diesen Profis das Schießen lernen wollte, hielten sie die Zeit für gekommen, ihrem Vertragspartner, dem Satan, eine weitere Seele zu verschaffen. Den Förster lehnten sie als Schüler zwar ab, boten dafür aber an, seinem Sohn die Schießkunst zu lehren. Der Knabe sollte gerade zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen. Die Brüder gaben ihm den Rat, die vom Pfarrer ausgeteilte Oblate nicht zu essen, sondern zu behalten, was er auch tat. Als er sie dann zum Unterricht mitbrachte, hefteten die Illes die Oblate an einem Baum und forderten den Jungen auf, darauf zu schießen. Der Förstersohn weigerte sich aber, auf die Oblate und damit auf das heilige Kreuz, das auf ihr gezeichnet war, zu schießen. Damit konnte er seine Seele retten. Was mit den Brüdern Ille geschah, ist aber nicht überliefert. OTZ-Sagenexperte Dr. Frank Reinhold hat sich auf Spurensuche begeben: Die in der Sage genannten Brüder Ille sind wohl verwandt mit jenen Bauern dieses Namens auf der Pommeranz, die chronikalische Aufzeichnungen in alten Schreibkalendern hinterlassen haben. Diese betrafen das normale Tagesgeschehen. Vor etwa 40 Jahren wurde darüber in der damals im Westen erscheinenden "Mitteldeutschen Familienkunde" berichtet. Dass man sich mit Wilddieberei die karge Nahrung aufbesserte, war nicht so ungewöhnlich und im einfachen Volk auch nicht unbedingt verpöhnt. Man denke an den geradezu geliebten Wildschützen Karl Stülpner, von dem man im Übrigen auch behauptete, dass er mit Freikugeln versehen sei. Das aber ging der Sage nach nun nur, wenn man dem Christentum abschwor und sich mit dem Teufel verbündete. Das wurde natürlich bestraft. Große Verbreitung fand der Freischütz-Aberglaube nicht zuletzt durch Carl Maria von Webers berühmte Oper. Mir sind zwei Dokumente bekannt, welche die Verbreitung dieser Anschauung in unserer Heimat im 19. Jahrhundert beweisen. Sie bezeugen nicht nur, dass man von bestimmten Personen so etwas behauptete, sondern, dass diese auch selbst überzeugt waren, Freischützen zu sein oder werden zu können. Zum einen enthüllt das handschriftliche Brauchbüchlein des Waltersdorfer Schmieds Geyer vom Beginn des 19. Jahrhunderts einen Zauberspruch zum Gießen von Freikugeln. Zum anderen fand man bei einem Gewehr, das ein Rüßdorfer Rittergutsbesitzer zur gleichen Zeit benutzte, nach seinem Tod ebenfalls einen derartigen "Segensspruch", der die Schusswaffe unfehlbar machen sollte. Ob beide tatsächlich gute Schützen waren, ist nicht überliefert, aber anzunehmen. Vorschau
In der nächsten Folge nehmen wir den Bauerngeneral Georg Kresse unter die Lupe

Dr. Frank Reinhold
Foto: Holger Zaumsegel

Dr. Frank Reinhold:
.. 58 Jahre alt, wohnt in Obergeißendorf
.. Vorstandsmitglied im Vogtländischen Altertumsforschenden Verein
.. Experte für Namenkunde
.. seit seinem 18. Lebensjahr begeisterter Heimatforscher


12.Januar 2012/OTZ

2011 war in Thüringen zu warm

Ein wolkenloser Himmel erstreckt sich über der Burg Denstedt
im Weimarer Land so sonnig wie auf diesem Archiv Foto
vom 3 November blieb es vielerorts den ganzen Monat über
Foto Alexander Volkmann

Wetterbilanz: Die Thüringer genossen rund 400 Sonnenstunden mehr als im Vorjahr. Apolda war erneut der Spitzenreiter und überbot locker die 2000er-Marke. Ein traumhafter Frühling und ein phänomenal goldener November versöhnten für den Juli. Das Jahr war insgesamt zu warm -im Winter fiel kaum Schnee

Von Holger Wetzel

Erfurt. Walli, Xenia und Yana, Zoey, Afra und Belice - so hießen die Hochdruckgebiete, die Thüringen den sonnigsten November seit Ewigkeiten bescherten. Ausgerechnet der für sein Schlechtwetter verschriene Monat unterstrich so, was die Wetterfrösche schon das ganze Jahr über ermittelt und die Menschen gefühlt hatten: Über Thüringen strahlte 2011 die Sonne wie selten zuvor.
"Landesweit übertraf die Sonnenscheindauer den Durchschnitt um 25 bis 30 Prozent", sagt Thomas Globig, Experte aus dem Meteomedia Wetterstudio in Leipzig. Das bedeutete im Vergleich zu 2010 über 400 zusätzliche Sonnenstunden.
Mit 2145 Sonnenstunden untermauerte die Glockenstadt Apolda ihren Ruf als Thüringens Sonnenbank. Sie war aber nicht die einzige Stadt, die die 2000-er Grenze knackte. Sogar Masserberg am feuchten Rennsteig überschritt die Marke und schaffte es auf Platz vier der Thüringer Sonnen-Hitparade.
Allerdings wurde die Sonne gerade dann vermisst, als man sie am meisten erwartete. Der Hochsommer gab sich eher verregnet. Während es im Juli tatsächlich etwas kühler war als im langjährigen Schnitt, der aus den Jahren zwischen 1961 und 1990 ermittelt wurde, war der August schon wieder ein bis zwei Grad wärmer. Dafür verantwortlich war eine Hitzewelle, die am 26. August ihren Höhepunkt erreichte.
Sämtliche Hitzerekorde des, Jahres stammen von diesem, Spätsommertag, auch der Wert der Sternwarte in Jena. Dort kletterte das Thermometer bis auf 35,4 Grad - heißer wurde es im Jahr 2011 nirgendwo sonst in Thüringen.
Laut Thomas Globig betrug die Durchschnittstemperatur aller Messungen je nach Ort zwischen 8 und 10 Grad und lag damit etwa anderthalb Grad über der Norm. Außer im Juli und - zumindest in Ostthüringen - im Februar lagen die Temperaturen über das gesamte Jahr oberhalb des Durchschnitts: 2 Grad im Mai, 1,5 Grad im Juni, 0,5 Grad im Oktober, bis zu 3,5 Grad im Dezember - und sogar 4 bis 5 Grad im März und April. Denn wie der Herbst zeigte sich auch der Frühling von seiner ausgesprochen sonnigen Seite.
In Rudolstadt wurden bereits am 3. April 27 Grad gemessen, während Regen auf sich warten lassen sollte.
Als der Regen dann ab Mai und vor, allem im Juni endlich fiel, tat er dies umso heftiger. In Altenburg ergossen sich in der Nacht zum 1. Juni 113 Liter auf jeden Quadratmeter - das wär ungefähr ein Zehntel dessen, was an Thüringens regenreichstem Ort, der Schmücke, im ganzen Jahr fiel. Überschwemmungen waren die Folge.
Dagegen nahmen sich die Gewittergüsse aus dem Juli noch harmlos aus. Zwischen 12. und 13. Juli fielen in Katzhütte 66,5, in Rudolstadt 66 Liter. Immerhin trugen sie dazu bei, dass Rudolstadt im Juli die doppelte Regenmenge als üblich abbekam. Doch änderten diese Schauer nichts an der Tatsache, dass 2011 insgesamt ein trockenes, wenn auch nicht außergewöhnlich dürres Jahr wurde. Besonders traf das auf das Thüringer Becken, die Goldene Aue und Ostthüringen zu. Thüringens klassische Trockengebiete zählten gemeinsam mit Teilen Sachsen-Anhalts zu den regenärmsten Gebieten von ganz Deutschland.
Der Thüringer Wald indes wurde ausreichend mit Nass versorgt. Der Spitzenwert der Schmücke übertraf sogar den des Jahres 2010, woran auch der feucht-milde Dezember Anteil hatte: Im letzten Monat regnete es im Thüringer Wald fast doppelt so viel als in einem durchschnittlichen Dezember.
Der Schnee hatte Thüringen im Jahr 2011 fast gar nicht auf dem Radar. Die größten Schneemengen wurden gleich am Jahresbeginn gemessen und stammten zu großen Teilen noch aus 2010.
Das bedeutete nicht, dass die Thüringer ihre warme Kleidung im Schrank lassen konnten: Eine Kältewelle erfasste das Bundesland durchaus, und zwar Ende Februar. Am 23. sorgte sie in Ostthüringen für die Kälterekorde des Jahres. Der Spitzenreiter war dabei Altenburg mit minus 18,1 Grad.
Kaum Schnee, kein echter Hochsommer, dafür umso sonnigere Frühlings- und Herbstmonate - selbst für den nicht leicht zu beeindruckenden Meteorologen Thomas Globig war 2011 ein "merkwürdiges Wetterjahr". Und die größten Merkwürdigkeiten lieferte unbestreitbar der November, der in vielen Regionen Deutschlands zum trockensten Monat seit Beginn der Wetter Aufzeichnungen erklärt wurde.
"Auf dem Kleinen Inselsberg fielen im November 4 Liter pro Quadratmeter, das waren lediglich 4 Prozent der üblichen November-Menge", sagt Glöbig. "Doch damit war der Kleine Inselberg der nasseste Ort des Landes Andere Stationen verzeichneten eine Null.
Zugleich blieben Städte wie Artern oder Jena 1 bzw. 0,5 Grad unter dem Temperaturmittel. Denn die windarme Inversionswetterlage führte dazu, dass kalte Luftschichten auf den Boden gedrückt wurden und die Täler mit Nebel füllten. Die schwache Spätherbstsonne kam nicht dagegen an.
"Das Hoch fühlte sich wohl über Thüringen, und die Tiefausläufer machten einen weiten Bogen um das Land", fasst Globig den November zusammen.
Als ein Zeichen allgemeiner Erwärmung will Globig das überdurchschnittlich warme 2011 nicht verstanden wissen. Viel eher böte die Wetterbilanz Anlass, sich an die positiven Aspekte zu erinnern, meint der Meteorologe - die angenehmen Temperaturen zum Beispiel, die niedrigeren Heizkosten und die viele Sonne. Nach milden Jahren Ende der 1990-er hatten die Temperaturen zuletzt wieder angezogen. 2009 und 2010 lagen auf dem Durchschnittsniveau der Jahre 1961 bis 1990 -und sogar darunter, würden für das langjährige Mittel die Jahre 1971 bis 2000 herangezogen.
Über das sonnige 2011 sollten wir uns freuen, meint Thomas Globig.
 
Prognose: Winter kommt noch
Einen Wintereinbruch in den nächsten Wochen hält der Meteomedia-Experte Thomas Globig für wahrscheinlich. Seit einigen Tagen deuteten die Computervorhersagen ein Ende der milden Westwind-Wetterlage an, sagte er. Die Umstellung könnte sich in der zweiten Januarhälfte vollziehen und den Winter nach ganz Thüringen bringen. Ob es eine große Kälte werde und wie lange sie andauere, sei aber noch nicht vorhersehbar.


12.Januar 2012/OTZ
 
Platz zwei für Concordia-Jugend
 
OTZ/Gerwin Bölke

Netzschkau. Ein weiteres Handball-Turnier innerhalb der Vogtlandrunde fand diesmal in Netzschkau statt. Im Viererturnier spielten die Reudnitzer Gemischte Jugend D gegen den HC Einheit Plauen, den TSV Oelsnitz und die Handballwölfe Rodewisch. Gegen die Plauener waren die Concordia-Jungen und -Mädchen chancenlos und verloren nach einer Turnierspielzeit von 15 Minuten mit 5:13. Aber sowohl im Spiel gegen Oelsnitz, als auch gegen Rodewisch zeigte das TSG-Team eine Klasseleistung. Die Oelsnitzer wurden mit 12:4 und die Rodewischer mit 15:6 besiegt. Das bedeutete am Ende Platz zwei im Turnier hinter Plauen und vor Rodewisch und Oelsnitz. Reudnitz: Drischel, Schäfer, Ehlich, Bobek, Justus Beierlein, Kobe, Yannick Beierlein, Golle, Seyfarth. Die männliche Jugend C gewann in der Landesliga gegen den HSV Bad Blankenburg auswärts mit 27:24.


12.Januar 2012/OTZ

Handballerinnen weiter an der Spitze

OTZ/K. Kunz

Auma. Die Handballfrauen der TSG Concordia Reudnitz fuhren am Sonntag zum 3. Freizeitligaturnier nach Auma. Diesmal waren alle Mannschaften dieser Staffel angereist. Das erste Spiel bestritten die TSG-Frauen gegen den Favoriten TSV Nema Netzschkau. Mit dem ersten Treffer für die TSG hatte man einen guten Start vorgelegt. Allerdings blieb Netzschkau dran. In den nächsten Spielminuten konnte sich keine dieser beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Nach einem Spielstand von 4:4 schlichen sich auf Seite der TSG-Frauen vermehrt technische Fehler sowie Abspielfehler ein, so dass sich die TSG schließlich mit 6:10 gegen den TSV Nema Netzschkau geschlagen geben mussten. Ihr zweites Spiel bestritten die Reudnitzer Frauen gegen den TSG Bau Hammerbrücke 1862. Dieses Spiel lief von der ersten Minute an optimal. Die technischen Fehler sowie die Abspielfehler wie im ersten Spiel gegen Netzschkau konnten in dieser Partie abgestellt werden. Die TSG-Abwehr war gut abgestimmt und im Angriff waren die Reudnitzer Frauen schnell und torsicher. Am Ende des Spieles stand es 15:2. In ihrem dritten Vergleich trafen die Reudnitzer Frauen auf den Gastgeber SV Blau-Weiß Auma. Dass dies kein einfaches Spiel werden würde, war klar. Auma gewann gegen den Favoriten Netzschkau. Konzentriert und mit einer vorgezogenen Spielerin auf die torsicherste Spielerin von Auma begannen die TSG-Frauen das Spiel. Diese Option sollte wohl aufgehen, da sie sich nach einem Spielstand von 3:3 deutlich absetzten und dank der jetzt gut abgestimmten Spielerinnen und einer guten Torfrau als Rückhalt der Reudnitzer Frauen das Spiel mit 13:8 für sich entscheiden konnten. Trotz der Niederlage im ersten Spiel gegen den TSV Netzschkau sind die Reudnitzerinnen in ihrer Staffel auf den ersten Platz. Sicher auch ein Verdienst der Fans, die die Handballerinnen auch in Auma unterstützten.
Reudnitz: N. Zengerle S. Burgkhardt (7), I. Burgkhardt (2), V. Linke (3), K. Kunz (3), A. Lüttchen (1), M. Lohmeier (5), D. Gürtler, C. Schaub, M. Siegert (2), I. Fickenscher


12.Januar 2012/OTZ

Erfolgreiche Revanche für zwei Niederlagen

Handball, Männer Verbandsklasse Ost
TSG Concordia Reudnitz TSV Stadtroda II 27:20 (11:8)

OTZ/Gerwin Bölke

Greiz. Zu Beginn der Begegnung in der Sporthalle Pohlitz hatten sich die Reudnitzer etwas schwer getan, obwohl sie gleich mit 2:0 in Führung gingen. Grund hierfür war eine längere Wettkampfpause über den Jahreswechsel. Und so sahen sich die Gastgeber beim 2:3, 3:4 und 4:5 jeweils in der Hinterhand. Das Concordia-Team wusste sich aber dann gegen den nicht zu unterschätzenden TSV Stadtroda II, gegen den man in der Vorsaison zwei Mal verloren hatte, zu steigern. Die Abwehr unterband immer erfolgreicher das druckvolle Lauf- und Passspiel der Gäste. Die TSG erspielte sich einen drei-Tore-Vorsprung nach Hälfte eins stand es 11:8. Im zweiten Spielabschnitt bauten die Hausherren kontinuierlich den Vorsprung aus. Das 18:12 in der 40. Minute hätte eigentlich die nötige Sicherheit für einen ungefährdeten Sieg bringen müssen. Stattdessen dezimierten sich die Reudnitzer zwischen der 41. und 48. Spielminute durch einige unglückliche Aktionen dreimal bis auf jeweils nur vier Feldspieler. Aber in diesen drei Situationen war es einmal mehr Thomas Anders, der den Ball sensationell herausspielte und anschließend im Tor des Gegners versenkte. Die Holzländer waren schon etwas verzweifelt und Reudnitz ließ sich den Erfolg nicht mehr nehmen. Tabellenplatz eins ist gesichert, wobei Altenburg III und Ziegelheim III mit jeweils nur einem Punkt Rückstand dahinter agieren. Die ersten Sechs der Staffel Ost schenken sich nichts in dieser Saison. Es bleibt weiterhin spannend.
 
Reudnitz: Schneider, Lukas, Mucke (4 Tore), Jens Lüttchen (2), Götze (1), Bauer (1), Jörg Lüttchen, Kraus (4), Beierlein, Plietsch (5), Anders (10), Th. Schäfer, Ph. Schäfer.


12.Januar 2012/OTZ

Kein illegales Schießen bei Teichwolframsdorf

 
Wegen dem mobilen Jägerstand neben der Straße zwischen Trünzig und Teichwolframsdorf meldete sich Arnd Goldhardt.
Die vermeintlichen Schusslöcher (rechts) sind in Wirklichkeit Bohrungen.
Fotos: Tobias Schubert

 

Nachgehakt: Vermeintliche Durchschusslöcher auf Straßenschild zwischen Trünzig und Teichwolframsdorf stellen sich als Bohrungen heraus.

Von Tobias Schubert

Teichwolframsdorf. Er wolle uns einmal ein kurioses Bild schicken, schreibt unser Leser Arnd Goldhardt aus Großebersdorf. Und tatsächlich ist das, was darauf zu sehen ist, auf den ersten Blick mehr als sonderbar. Ein Jagdstand am Straßenrand zwischen Trünzig und Teichwolframsdorf ist auf dem Foto abgebildet. Daneben ein Schild, auf dem knapp 50 kleine Löcher zu erkennen sind. "Mangels geeigneter Schießscheibe verwenden die Schützen das nahegelegene Umleitungsschild", vermutet Arnd Goldhardt. Auf Anfrage und nach einem Vor-Ort-Termin gibt es jedoch Entwarnung aus dem Greizer Landratsamt. "Nachdem ich mir vor Ort ein Bild gemacht habe", schreibt Torsten Bernstein, der für die Waffen im Landkreis zuständig ist, "kann mitgeteilt werden, dass das Umleitungsschild nicht als Schießscheibe missbraucht wird. Bei den Löchern handelt es sich um Bohrungen, welche vermutlich zur Befestigung von weiteren Verkehrsschildern eingebracht wurden. Die Anordnung der Löcher ist, warum auch immer, äußerst willkürlich. Den Löchern fehlt es jedoch an den für Einschüsse typischen Deformierungen." "Weiterhin kann festgestellt werden", schreibt Bernstein weiter, "dass es sich nicht um einen Schießstand handelt. Der abgebildete mobile Hochstand ist eine jagdliche Einrichtung, die sowohl zur Wildbeobachtung, als auch zur Ausübung der Jagd mit der Schusswaffe genutzt werden kann." Gepachtet hat die Fläche Wolfgang Wicher. "Wir haben den mobilen Jagdstand vorsorglich dort aufgestellt, da sich hier im vergangenen Jahr ein Maisfeld befand und dadurch der Wildwechsel sehr hoch war", sagt er. In diesem Jahr hätte es hier dagegen bisher so gut wie gar kein Schwarzwild gegeben. Daher sei auch der Jagdstand kaum genutzt worden. "Wir achten sehr darauf, dass nichts beschädigt wird, wenn wir jagen", so Wicher weiter. Zudem würde in der Region mit Schrotkugeln heutzutage sowieso nur noch der Fuchs geschossen. Und andere Munition hätte viel größere Löcher hinterlassen.


11.Januar 2012/OTZ

Unrechtmäßig vom Konto abgebucht

71-Jährige handelt schnell und vorbildlich

Teichwolframsdorf. Der Schreck war groß, aber die Hilfe nah: Eine aufmerksame Sparkassen-Kundin aus Teichwolframsdorf bemerkte auf ihren Kontoauszügen mehrere Abbuchungen eines Mobilfunkunternehmens, die sie nicht nachvollziehen konnte. Die 71-Jährige handelte richtig und setzte sich unverzüglich mit ihrer Sparkassenfiliale in Verbindung. Deren Mitarbeiter stellten fest, dass es sich um Lastschriften im Einzugsermächtigungsverfahren handelt. Diese können bis sechs Wochen nach Belastung bzw. Rechnungsabschluss zurück gebucht werden, wenn Widerspruch eingelegt wird. Das tat die betroffene Kundin, weil sie der Handy-Firma weder eine Einzugsermächtigung ausstellte, noch ihre Konto-Daten übermittelte. Sie konnte sich noch am selben Tag auf ihrem Kontoauszug von der Rückbuchung überzeugen. "Die Kundin handelte vorbildlich", sagte Marion Neupert von der Sparkasse Gera-Greiz und empfiehlt allen Kunden, regelmäßig ihre Kontoauszüge zu prüfen und sich bei Unklarheiten zeitnah an ihre Berater zu wenden. Ungerechtfertigte Lastschriften können auch die Kunden selbst am Überweisungsterminal auf ihr Konto zurückbuchen. Den geschilderten Fall hat die MDR-Sendung Escher für ihre nächste Ausgabe morgen um 20.15 Uhr aufgegriffen.
OTZ


10.Januar 2012/OTZ

Tannenbäume werden verbrannt

Teichwolframsdorf. Neben dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr findet am Sonnabend das Tannenbaumverbrennen statt. Unter Mithilfe der Jugendfeuerwehr werden von 9 bis 11 Uhr an den Sammelplätzen Südwolle AG, Penny-Markt, Schreibwaren Jubelt, Kulturhaus und Autowaschanlage Herold die zu entsorgenden Tannenbäume für einen Euro entgegen genommen. Das Geld kommt der Jugendfeuerwehr zu Gute. 17 Uhr beginnt der Fackelumzug ab Penny-Markt bis zum Gerätehaus.
OTZ


10.Januar 2012/OTZ

Misslungener Start ins neue Jahr

KSC Schmölln besiegt FSV-Keglerinnen

OTZ/Frank Knüpp

Mohlsdorf. Es war für die Mohlsdorfer Damen ein denkbar schlechter Start ins Jahr 2012, denn sie mussten sich in Schmölln den Keglerinnen des KSC Turbine mit 111-Holz- Differenz (Endergebnis: 1660 zu 1549) geschlagen geben. Die Niederlage nur an der Leistung von Ingrid Wezel festzumachen, die offensichtlich einen sehr schlechten Tag erwischt hatte, wäre zu kurz gesprungen. Nach 25 Würfen (95 Volle = 95 Holz) musste sie jedoch gegen Christine Haase ausgewechselt werden, die dann noch 238 Holz (151 V./87 A./19 F.) holte, während die Gegnerin Kerstin Trompke 377 Holz (295 V./82 A./16 F.) zuwege brachte. Auch die anderen FSV-Damen hatten kaum eine Chance gegen ihre Schmöllner Kontrahenten. Ilona Görner unterlag mit 398 Holz (275 V./123 A./6 F.) Christine Lehmann vom KSC, die 425 Holz (301 V./124 A./8 F.) erspielte. Jennifer Hartisch (FSV) unterlag ihrer Gegnerin Annett Büttner (KSC) mit 408 zu 428 Holz (278 zu 281 V./130 zu 147 A./5 zu 1 F.). Auch Antje Buhtz, mit 410 Holz (281 V./129 A./6 F.) beste Mohlsdorfer Keglerin, verließ die Arena als Geschlagene, denn ihre Schmöllner Gegenerin Romy Schädlich konnte die Partie mit 430 Holz (285 V./145 A./5 F.) für sich entscheiden. Fazit: Mit 111 Holz verloren, ist ein schlechter Einstand für die Mohlsdorfer Damen, die es am kommenden Sonntag ab 9 Uhr gegen den SV Starkenberg auf heimischer Bahn besser machen wollen. Zuvor müssen sich am Sonnabend ab 13 Uhr auch die Mohlsdorfer Herren gegen den SV Blau-Gelb Ehrenberg auf der Bahn im Hotel Gudd beweisen.


09.Januar 2012/OTZ

Offene Türen in Freier Regelschule

Reudnitz. Am Sonnabend findet in der Zeit von 9 bis 12. Uhr der Tag der offenen Tür in der Freien Regelschule Reudnitz statt. In den verschiedenen Fachbereichen haben Schüler und Lehrer Projekte vorbereitet, in denen sie zeigen, wie ein interessanter Schultag abläuft. Schüler und Lehrer freuen sich auf zahlreiche Gäste.
Für die Schüler der künftigen fünften Klassen besteht die Möglichkeit zur Schuleinschreibung.
OTZ


09.Januar 2012/OTZ

Hoffen auf den Holzpreis

Holzeinschlag in Thüringen - im Bild Forstwirt Peter Haseloff.
Foto: Eckhard Jüngel

Thüringens Forstverwaltung ist jetzt eine Anstalt öffentlichen Rechts und will wieder wachsen. Doch das Geld dafür muss im Wald erwirtschaftet werden und bislang sind manche Ideen noch tabu.

Von Jens Voigt

Erfurt. Neu ist der Name nicht, doch nun ziert er quasi eine neue Hülle: Mit dem 1. Januar erblickte "ThüringenForst" als Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) das Licht der freistaatlichen Welt. Der Geburt ging eine rund zweijährige Tragezeit der Politik voraus, durchaus nicht frei von Wehen und Schmerzen. So befürchteten Forstgewerkschafter zu Beginn eine Privatisierung durch die Hintertür, Naturschützern schwante das Ende eines naturnahen Waldumbaus, die privaten Waldbesitzer argwöhnten das Ende der Einheitsforstämter und damit der preisgünstigen Beförsterung ihrer Flächen. Bis zum Spätherbst 2011 fetzten sich die Holz-und-Reh-Experten der Landtagsfraktionen um die Reform, die fast an der Frage gescheitert wäre, ob der Nationalpark Hainich nun zu Thüringenforst gehören solle oder nicht. Schlussendlich blieb er draußen.

Anstalt muss Ertrag erzielen wie Private

"Nun ist der Weg frei für eine gesicherte Zukunft der Forstverwaltung, in der auch wieder Neueinstellungen möglich sein werden", erklärte zum Start der zuständige Minister Jürgen Reinholz (CDU). Genau dies war der wohl wichtigste Motor der Reform, denn über die Jahre hatte Reinholz' Vorgänger Volker Sklenar das Schrumpfen des Personals aufgrund fallender Haushaltsgelder mehr oder minder hingenommen und lediglich mit Strukturänderungen wie dem Zusammenlegen von Forstämtern reagiert. Zählte die Forstverwaltung im Jahr 2000 noch 1930 Beschäftigte, so waren es 2005 nur noch 1766 und zum Jahresende 2011 knapp 1600 Mitarbeiter, die nun unterm Dach der Anstalt vereint sind. Ab diesem Jahr soll es wieder Neueinstellungen, laut Businessplan der AöR genau 16 pro Jahr. Schon das aber, moniert Linken-Forstexperte Tilo Kummer, reiche kaum, die altersbedingten Abgänge zu ersetzen. Also müsste Thüringenforst, dessen Zuflüsse aus dem Landeshaushalt von jetzt rund 37 auf etwa 30 Millionen Euro im Jahr 2018 ausdünnen, noch erheblich mehr eigene Einnahmen erzielen, um sich mehr neue Leute leisten zu können. Genau das aber bezweifelt nicht nur Kummer. Denn die AöR muss ohnehin schon nicht nur die jährlich fallenden Zuschüsse ausgleichen, sondern auch noch den allgemeinen Abbaupfad beim Landespersonal durch Einnahmen kompensieren. Schon allein diese beiden Hürden aber sind schwer zu nehmen, bedeutet dies doch, auf jedem Hektar Staatswald pro Jahr rund 80 Euro Gewinn zu erwirtschaften. Bislang lagen die Ergebnisse mehr oder weniger bei einer schwarzen Null je Hektar. Zwar gibt es durchaus große private Waldunternehmen, die das 80-Euro Limit erreichen. Aber die müssen im Unterschied zu Thüringenforst weder massenhaft FFH-Gebiete pflegen, aus denen kein Holz zu holen ist noch die Waldwege in Tourismusgebiete ausbauen und aufhübschen. Und die Pflicht zum Tariflohn, für die AÖR festgeschrieben, gilt im privaten Sektor auch nicht. Woher also noch mehr Geld holen? Reinholz sieht für die Anstalt "neue wirtschaftliche Perspektiven", etwa durch das Ausbauen neuer Geschäftsfelder. Wildbretvermarktung oder Kaminholzproduktion etwa. Beides indes wird längst von Privaten angeboten. Und hat deshalb eher wenig Potenzial, wie auch der Businessplan einräumt: Dort stehen ganze 140 000 Euro an geplanten Einnahmen durch die "neuen Geschäftsfelder" in diesem Jahr. Ein bissel wenig, um 16 neue Leute zu bezahlen. Grünen-Forstpolitiker Frank Augsten beäugt das Konstrukt AöR ohnehin kritisch. Noch mehr Waldholz zu verheizen, hält er sowieso für falsch. "Der Rohstoff Holz ist zu wertvoll, um ihn auch noch mit staatlicher Förderung zu verbrennen", sagt Augsten. Fachkollege Kummer würde lieber anstaltseigene Windräder in geeigneten Forsten stellen, um wirklich erkleckliche Einnahmen zu erzielen. Doch da stellen sich sowohl Reinholz wie die CDU-Fraktion quer. So bleibt einstweilen nur die Hoffnung auf einen schön steigenden Holzpreis, damit die "Zukunft der Forstverwaltung" noch eine Weile hält.


06.Januar 2012/MA

In eigener Sache

Liebe Besucher der Mohlsdorfer Internetpräsens

Von Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf

Seit 2000 versuchten wir alles Interessante und Wissenswerte von und über Mohlsdorf zu berichten. Dabei haben wir uns, der Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf e.V. auch mit als Sprachrohr der Gemeindeverwaltung gesehen. Somit wurden die Öffnungszeiten der Verwaltung, Satzungen, Amtsblatt und sonstige Verwaltungshinweise ihnen bereitgestellt. Mit der Bildung der Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf wird in Kürze eine gemeindeeigene Internetpräsens eingerichtet. Durch unseren Verein wurde die Internetadresse www.Mohlsdorf-Teichwolframsdorf.eu gesichert. Diese Adresse wird zurzeit durch die Gemeinde übernommen und vorbereitet. Bis zur Fertigstellung erhalten sie vom Heimat- und Geschichtsverein die wichtigsten Informationen unter der neuen Adresse.
Aus der Mohlsdorfer Seite werden die Amtlichen Informationen dann nicht mehr bereitgestellt. Zu finden werden dann die Beschreibung des Ortes, aktuell Ereignisse und vor allen ein größerer geschichtlicher Teil sein. Viele geschichtlicher Quellen werden wir als PDF-Dateien zur Verfügung stellen, da eine gedruckte Veröffentlichung unsere finanziellen Möglichkeiten dies nicht zulässt.
Bedanken möchten wir uns bei allen Sponsoren, die unsere Arbeit ermöglichen und damit ein großer Teil kostenfrei von uns angeboten werden kann. Unterstützen sie mit ihren Spenden auch weiterhin unsere Vereinsarbeit unterstützt.


06.Januar 2012/MA

Winterfeuer in Kahmer

So manches gab es am Feuer zu erzählen
Foto: ge-richter

Kahmer. Voll im Trend ist das kahmerische Ereignis des Winterfeuers am Kuhnschen Gasthof "Zum schwarzen Bär". Viele Besucher waren hier zu finden und nutzten neben der Geselligkeit noch die Gelegenheit gute Neujahreswünsche an den Mann oder Frau zu bringen. Bei einem Glas Glühwein und einer Roster gab es so manches gute Gespräch.


06.Januar 2012/OTZ

Volles Programm für die Teams der Concordia

Handballer kämpfen wieder um Siege

OTZ/Gerwin Bölke

Reudnitz. Nach einer dreiwöchigen Pause kämpfen die TSGMannschaften am Wochenende wieder um Punkte. Während die Männer Heimvorteil haben, müssen die gemischte Jugend D, die männliche Jugend C und die Frauen auswärts ran. Das Heimspiel der Reudnitzer Männer gegen den TSV Stadtroda 1890 II wird am Sonnabend um 13 Uhr in der Sporthalle der Regelschule Pohlitz angepfiffen. Bisher sind die Reudnitzer ungeschlagen. Zudem wollen sie sich für die zwei Niederlagen aus der vergangenen Saison revanchieren.
Am Sonntag bestreitet die gemischte Jugend D ab neun Uhr in Netzschkau ein weiteres Turnier in der Vogtlandrunde. Nach einem dritten Platz in Lengenfeld und den Erfolgen in Rodewisch und Markneukirchen liegt die Mannschaft gut im Rennen, auch wenn sie das Turnier in Falkenstein wegen Punktspielverpflichtung gegen Blau-Weiß Auma auslassen musste. Um 14 Uhr spielt die männliche Jugend C in der Landesligastaffel eins gegen den HSV Bad Blankenburg in der Sporthalle der Landessportschule, wo die TSG-Mannschaft an die Leistung gegen den HBV Jena anknüpfen will.
Auch am Sonntag um 14 Uhr erfolgt der Anpfiff zum Freizeitliga-Turnier Staffel eins der Frauen in der Sporthalle Auma. Nach dem Turniererfolg der Reudnitzer Frauen in Falkenstein bleibt die Zielstellung, die Vorrunde als Staffelerster abzuschließen.


06.Januar 2012/OTZ

Bebauungsplan aufgehoben

OTZ/HZ

Teichwolframsdorf. Einfamilienhäuser sucht man in der Kirschallee in Waltersdorf vergebens. Dabei wurde hier schon 1993 ein Bebauungsplan aufgestellt, nachdem hier eine Wohnsiedlung entstehen sollte. Passiert ist bis heute nichts, die Kirschallee ist nicht einmal erschlossen. Es habe sich gezeigt, dass in der Waltersdorfer Kirschallee kein Bedarf für Wohnhäuser bestehe, sagte Christian Häckert (CDU), Beauftragter des Freistaates für die Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf, auf der jüngsten Gemeinderatssitzung in Teichwolframsdorf. Also schlug er den Ratsmitgliedern vor, den Bebauungsplan aufzuheben, was diese einstimmig bewilligten.


06.Januar 2012/OTZ

Familien sollen gestärkt werden

Richtlinie auch für Teichwolframsdorf

OTZ/HZ

Teichwolframsdorf. Seit vergangenem Jahr ist in Mohlsdorf die Richtlinie zur Stärkung der örtlichen Gemeinschaft gültig. Hintergrund ist, dass die Gemeinde familienfreundlich gestaltet und die Abwanderung verringert werden soll. Dem-nach gibt es von der Kommune 200 Euro bei der Geburt eines Kindes, jeweils 150 Euro kommen für die Einschulung und bei Vollendung des 14. Lebensjahres hinzu. Auch Studenten unter 21 Jahren, die erstmalig ihr Studium aufnehmen, profitieren von Richtlinie. Sie erhalten, sollten sie ihren Hauptwohnsitz in Mohlsdorf behalten, entweder 100 Euro jährlich oder bis zu 200 Euro pro Jahr als Ausgleich für die Zweitwohnungssteuer.
Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates der neu gegründeten Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf in Teichwolframsdorf schlug Christian Häckert (CDU), Beauftragter des Freistaates für Landgemeinde, vor, diese Richtlinie auch für Teichwolframsdorf zu übernehmen. Es dürfe keine Ungleichbehandlung in den beiden Ortschaften der Landgemeinde geben, so Häckert. Dies stehe auch im Fusionsvertrag. Voraussichtlich auf der nächsten Sitzung wird sich der Gemeinderat jetzt diesem Thema zuwenden.


06.Januar 2012/OTZ

Ummeldungen in der Landgemeinde erforderlich

Nachgehakt: Leserfrage auf den Grund gegangen

OTZ/HZ

Greiz. Per E-Mail erreichte unsere Redaktion die Frage eines Lesers, der sich ärgerte, dass für die Bürger der Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf Ummeldungen notwendig sind. Konkret wollte er wissen, wie die Ummeldungen getätigt werden und ob die Gemeinde die Kosten auch erstattet. Hier nun die Erklärung: Die Einwohner der Landgemeinde müssen ihren Ausweis ummelden. Dieser Service wird in den Bürgerbüros angeboten und ist für alle Einwohner kostenlos. Das Mohlsdorfer Bürgerbüro, Straße der Einheit 6, hat montags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Darüber hinaus ist es jeden letzten Sonnabend im Monat von 9 bis 10 Uhr besetzt. Das Bürgerbüro in Teichwolframsdorf, Steinberg 1, ist montags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 14 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Christian Häckert (CDU), Beauftragter des Freistaates für die Landgemeinde, empfiehlt, die Ummeldungen nach dem 1. Februar vorzunehmen. Dann erhält die Landgemeinde eine Postleitzahl. Es wird für beide Ortschaften die von Mohlsdorf 07987 sein. Ab 1. Februar sind auch drei Straßenumbennungen gültig. Betroffen sind Gartenweg und Bahnhofstraße in Mohlsdorf sowie die Dorfstraße in Waltersdorf. Die Einwohner der Landgemeinde müssen außerdem ihre Kraftfahrzeuge ummelden. Man habe versucht, die entsprechende Software in den Bürgerbüros zu installieren, so Häckert. Dies sei aus Sicherheitsgründen bei der Datenübertragung aber nicht möglich gewesen. Die Bürger müssen also nach Weida zur Kfz-Zulassungstelle fahren. Dafür haben sie bis Ende 2012 Zeit. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Landratsamt sei getroffen. Auch hier hat die Gemeinde zugesichert, Kosten zu übernehmen. Hier müssen die genauen Modalitäten aber noch im Gemeinderat geklärt werden. Besonders will man hier Gewerbetreibenden unter die Arme greifen, die mehrere Fahrzeuge ummelden müssen.


06.Januar 2012/OTZ

Sagen aus der Region: Der Otternkönig

Der Otternkönig mit seiner erbsengroßen Krone:
Das Schmuckstück war selbst Objekt der
Begierde von August dem Starken, dem bekannten
sächsischen Kurfürsten. Die Schlange brachte
Menschen, die sich um sie kümmerten, Glück.
Illustration: Annette Zaumsegel

Sagen der Region eine Spurensuche: Eine Schlange, die mit Milch gefüttert wird, bringt Glück. Habgierigen Menschen, die es auf ihre Krone abgesehen haben, mitunter aber auch den Tod

Von Holger Zaumsegel

Greiz. Heute dürften Fans von Schlangen, die es früher in unserer Region noch häufig gab, doch eher selten sein. Dabei genoss das Kriechtier einst hohes Ansehen, wie es im Sagenheft "Das Liebschwitzer Ranzenmännchen" von Rudolf Schramm nachzulesen ist. Natürlich war es nicht irgendeine Schlange, sondern der König der Schlangen: der Otternkönig. Von diesem Tier wird aus vielen Teilen des Greizer Raumes Wundersames berichtet. Er war natürlich wesentlich länger als eine normale Schlange und schwarz-weiß gezeichnet. Er trug natürlich auch eine erbsengroße Krone. Diese war das Objekt der Begierde von Menschen, denn sie versprach großen Reichtum. In Berga und Wünschendorf sollen einst viele dieser Schlangen in den Häusern der Menschen gewohnt haben. Wurden sie mit Milch gefüttert und gut behandelt, brachten sie großes Glück. Eine Magd, die in einem Dorf in Thüringen nahe der sächsischen Grenze wohnte, hegte und pflegte einen Otternkönig über viele Jahre hinweg. Als Dankeschön schenkte er ihr als Hochzeitsgabe seine Krone. Dies wiederum erfuhr der Kurfürst von Sachsen, August der Starke. Der wollte das Kleinod unbedingt in seine Kunstsammlung einreihen. Lange bedrängte er die Magd, die ihm die Krone letztlich im Tausch gegen ein Rittergut überließ. Natürlich gab es auch Menschen, die unrechtmäßig versuchten, die Krone zu ergattern. Solche Vorfälle werden von Hohenölsen, Langenberg, Pöllwitz und Weida berichtet. Die Räuber mussten bestimmte Rituale befolgen, um der Krone habhaft zu werden. Wenige schafften es, einige kamen mit dem Schrecken davon und manche fanden den Tod, wenn der Otternkönig seine Untertanen herbei pfiff, die die Diebe zerrissen und fraßen.

Dr. Frank Reinhold

OTZ-Sagenexperte Dr. Frank Reinhold hat den Otternkönig unter die Lupe genommen:

Noch im 19. Jahrhundert war, wie auch Rudolf Schramm berichtet, der Glauben an Schlangen als Glück bringende Hausgeister in unserer Heimat verbreitet. Das "Wörterbuch der deutschen Volkskunde" schreibt zum Thema unter anderem, die Hausschlange oder Hausotter sei neben der Kröte ein solches Symbol, das "man mit Milch füttert und nicht töten darf", wobei als Verbreitungsbereich dieser Anschauung Böhmen, das Vogtland, Süddeutschland, die Schweiz und Österreich angegeben werden. Der Waltersdorfer Kantor Johann Wilhelm Böttcher (1802 bis 1874) notierte um die Mitte des 19. Jahrhunderts in seiner handschriftlichen Chronik: "Der Glaube an Schlangen als Hausgötter lebt auch hier im Munde der hiesigen Leute fort. Diesen Schlangen dürfe nichts zu Leide getan werden, ja, man müsse ihnen einen Napf mit Milch vorsetzen. Auch erzählt man sich von einem Otternkönig einer großen mit einer goldenen Krone geschmückten Schlange." Nach Meinung Böttchers war das möglicherweise ein Indiz dafür, dass die Einwohner unserer Region Nachkommen von Sorben sind, "die wie die Esten und Litauer noch jetzt (also um 1850) ihre Hausgötter haben." Auch die vielen schlangenähnlichen Verzierungen an den aufgefundenen Altertümern scheinen darauf hinzudeuten. Weiter schreibt der Chronist: "In unseren felsigen Bergen sind die Schlangen zu Hause, von allen Größen. Als ich mich einst in der Elster badete, kamen zwei Schlangen durch den Elsterstrom vom jenseitigen Ufer gerade auf mich los. Unser Herr Förster Wilke, ein glaubwürdiger Mann, sah einst unterhalb der Waltersdorfer Mühle eine Schlange von der Größe eines Rechenstiels. Ein anderes Mal beobachtete Wilke in der Langen Leite eine große Anzahl dieser Tiere, die ihre Leiber zum Teil um die Bäume geschlungen hatten." Und Böttcher selbst überliefert: "Als ich einst auf meinen Badeplatz kam, lagen zwei große Schlangen dort, die sich auch durch mein Kommen nicht stören ließen."
 
Dr. Frank Reinhold:
.. 58 Jahre alt, wohnt in Obergeißendorf
.. Vorstandsmitglied im Vogtländischen Altertumsforschenden Verein
.. Experte für Namenkunde
.. seit seinem 18. Lebensjahr begeisterter Heimatforscher


06.Januar 2012/OTZ

Familien sollen gestärkt werden

Richtlinie auch für Teichwolframsdorf

OTZ/HZ

Teichwolframsdorf. Seit vergangenem Jahr ist in Mohlsdorf die Richtlinie zur Stärkung der örtlichen Gemeinschaft gültig. Hintergrund ist, dass die Gemeinde familienfreundlich gestaltet und die Abwanderung verringert werden soll. Demnach gibt es von der Kommune 200 Euro bei der Geburt eines Kindes, jeweils 150 Euro kommen für die Einschulung und bei Vollendung des 14. Lebensjahres hinzu. Auch Studenten unter 21 Jahren, die erstmalig ihr Studium aufnehmen, profitieren von Richtlinie. Sie erhalten, sollten sie ihren Hauptwohnsitz in Mohlsdorf behalten, entweder 100 Euro jährlich oder bis zu 200 Euro pro Jahr als Ausgleich für die Zweitwohnungssteuer. Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates der neu gegründeten Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf in Teichwolframsdorf schlug Christian Häckert (CDU), Beauftragter des Freistaates für Landgemeinde, vor, diese Richtlinie auch für Teichwolframsdorf zu übernehmen. Es dürfe keine Ungleichbehandlung in den beiden Ortschaften der Landgemeinde geben, so Häckert. Dies stehe auch im Fusionsvertrag. Voraussichtlich auf der nächsten Sitzung wird sich der Gemeinderat jetzt diesem Thema zuwenden.


05.Januar 2012/OTZ

Franziska Grimm zur Beigeordneten gewählt

Die neue Beigeordnete Franziska Grimm gibt bei der Wahl in
Teichwolframsdorf ihre Stimme ab.
Foto: Holger Zaumsegel

Viele Bürger ließen sich die erste Sitzung des Gemeinderates Mohlsdorf-Teichwolframsdorf nicht entgehen. Hauptsatzung und Geschäftsordnung einstimmig beschlossen.

Von Holger Zaumsegel

Teichwolframsdorf. Großer Andrang herrschte zur konstituierenden Sitzung des Gemeinderates der neu gegründeten Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf im Gasthaus "Zum grünen Tal" in Teichwolframsdorf am Dienstagabend. Bis auf den letzten Platz gefüllt war der kleine Saal im Gasthaus, und das nicht nur wegen der 24 Ratsmitglieder, sondern auch, weil zahlreiche Bürger sich die Sitzung nicht entgehen ließen. Der Gemeinderat demonstrierte auch gleich große Einigkeit. Alle Mitglieder billigten ohne größere Diskussionen die Hauptsatzung und Geschäftsordnung für die Landgemeinde. Christian Häckert (CDU), Beauftragter des Freistaates für die Landgemeinde bis zur Bürgermeisterwahl im April, sprach von einem "guten Omen" für die künftige Zusammenarbeit. Er wurde im Rahmen der Sitzung zum ehrenamtlichen Ortschaftsbürgermeister von Mohlsdorf ernannt. Seinen Amtskollegen Jürgen Reinhardt (Bürgerinitiative Teichwolframsdorf) widerfuhr Gleiches für Teichwolframsdorf. Auch die Wahl des Beigeordneten von Christian Häckert stand am Dienstag auf dem Programm. Nominiert wurden Bernhard Blase (Freie Wähler Mohlsdorf), der bisher im Mohlsdorfer Gemeinderat dieses Ehrenamt inne hatte, und Franziska Grimm (CDU). Mit 17 Stimmen setzte sich die Waltersdorferinnen bei der Wahl gegen den Mohlsdorfer (7 Stimmen) durch. Die Fraktionen des Gemeinderates CDU Mohlsdorf-Teichwolframsdorf (15 Plätze), Freie Wähler Reudnitz (3), Freie Wähler Mohlsdorf (2), SPD Teichwolframsdorf (2), Bürgerinitiative Teichwolframsdorf (2), Wählergemeinschaft Freiwillige Feuerwehr (2), Linke Teichwolframsdorf (1), IWA Mohlsdorf (1) einigten sich auch auf die sechs Mitglieder im Hauptausschuss und deren Stellvertreter, die jeweils bei einer Enthaltung und 23 Ja-Stimmen bestätigt wurden.
 
Hauptausschuss:
Mitglieder: Anett Gruschwitz, Daniela Volker, Gerd Halbauer (alle CDU Mohlsdorf-Teichwolframsdorf),Bodo Scheffel (SPD Teichwolframsdorf), Stefan Landberg (Freie Wähler Mohlsdorf), Annett Schmidt (Bürgerinitiative Teichwolframsdorf).
 
Stellvertreter:
Klaus Rohleder, Jörg Hierold, Franziska Grimm (alle CDU), Torsten Knoll (SPD), Bernd Wezel (Freie Wähler), Peter Rohde (BI).


04.Januar 2012/AA

Landkreis Greiz "sortiert" sich neu

VG-Auflösungen, Beitritte und Fusionen

Greiz. Mit Beginn des neuen Jahres ist auch das Gesicht des Landkreises Greiz ein anderes. Schon seit dem 1. Dezember 2011 gibt es die Verwaltungsgemeinschaft Auma-Weidatal nicht mehr, ihre acht ehemaligen Mitgliedsgemeinden (Stadt Auma und die Gemeinden Braunsdorf, Göhren-Döhlen, Merkendorf, Silberfeld, Staitz, Wiebeisdorf und Zadeisdorf) wurden ebenfalls aufgelöst. Die Gebiete der Stadt Auma sowie der Gemeinden Braunsdorf, Göhren-Döhlen, Staitz und Wiebelsdorf bilden seit dem 1. Dezember 2011 die Stadt Auma-Weidatal als Landgemeinde. Die Gemeinden Merkendorf, Silberfeld und Zadelsdorf wurden in die Stadt Zeulenroda-Triebes eingegliedert.
Mit dem 1. Januar 2012 wurden weitere Veränderungen wirksam. So ist die Gemeinde Wünschendorf nunmehr Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Ländereck. Zur VG Ländereck gehören neben Wünschendorf noch Braunichswalde, Endschütz, Gauern, Hilbersdorf, Kauern, Linda, Paitzdorf, Rückersdorf und Seelingstädt.
Ebenfalls zum 1. Januar 2012 sind die Gemeinden Mohlsdorf und Teichwolframsdorf aufgelöst. Durch Zusammenschluss der aufgelösten Gemeinden wurde die Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf gebildet. Zwar ist durch das Neugliederungsgesetz bestimmt, dass der Gemeinderat über den Sitz der Verwaltung entscheidet, doch haben die fusionierenden Gemeinden bereits im Vorfeld vertraglich vereinbart, dass die Gemeindeverwaltung im Rathaus der Ortschaft Teichwolframsdorf, Steinberg 1, ihren Sitz haben soll. Bis zur Wahl eines Bürgermeisters wurde durch die Kommunalaufsicht Christian Häckert zum Beauftragten bestellt, der für die Übergangszeit die Kompetenz eines Bürgermeisters wahrnimmt.


04.Januar 2012/OTZ

Der Landkreis Greiz "sortiert" sich neu

Zwei neue Landgemeinden

Greiz. Mit Beginn des neuen Jahres ist auch das Gesicht des Landkreises Greiz ein anderes. Schon seit 1. Dezember 2011 gibt es die Verwaltungsgemeinschaft Auma-Weidatal nicht mehr, ihre acht ehemaligen Mitgliedsgemeinden Stadt Auma und die Gemeinden Braunsdorf, Göhren-Döhlen, Merkendorf, Silberfeld, Staitz, Wiebelsdorf und Zadelsdorf wurden ebenfalls ab 1. Dezember aufgelöst. Die Gebiete der aufgelösten Stadt Auma sowie der Gemeinden Braunsdorf, Göhren-Döhlen, Staitz und Wiebelsdorf bilden die Stadt Auma-Weidatal als Landgemeinde. Die aufgelösten Gemeinden Merkendorf, Silberfeld und Zadelsdorf wurden mit Wirkung vom 1. Dezember 2011 in die Stadt Zeulenroda-Triebes eingegliedert. Mit dem 1. Januar 2012 wurden weitere Veränderungen wirksam. So ist die Gemeinde Wünschendorf nunmehr Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Ländereck. Die VG ist damit als Behörde auch für Wünschendorf zuständig für die verwaltungsmäßige Vorbereitung und den verwaltungsmäßigen Vollzug der Beschlüsse der Gemeinde sowie die Besorgung der laufenden Verwaltungsangelegenheiten. Zur VG Ländereck gehören neben Wünschendorf noch Braunichswalde, Endschütz, Gauern, Hilbersdorf, Kauern, Linda, Paitzdorf, Rückersdorf und Seelingstädt. Ebenfalls zum 1. Januar 2012 sind die Gemeinden Mohlsdorf und Teichwolframsdorf aufgelöst und durch Zusammenschluss der aufgelösten Gemeinden wurde die Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf gebildet.
OTZ


04.Januar 2012/OTZ

Rechte Zeugen stumm im Männertagsprozess

Verteidigung trumpft mit Beweisanträgen auf

Von Kathrin Schulz

Gera/Greiz. Im Männertagsprozess am Geraer Amtsgericht, in dem ein 25-jähriger Mohlsdorfer und ein 27-jähriger Greizer wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt sind, wartete die Verteidigung gestern mit weiteren Beweisanträgen auf. Unter den Männern, die von Richter Siegfried Christ in den Zeugenstand gerufen worden sind, haben fünf aus der rechten Szene von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht und blieben stumm. Es sind ausnahmslos Personen, die in den Ermittlungsakten in dieser Sache auftauchen, weil sie offenbar mit weiteren Anhängern der rechten Szene bei einem Männertagsausflug dabei waren, der am Schlötenteich in einer brutalen Prügelattacke gegen eine Gruppe jugendlicher Ausflügler endete und jetzt nach fast zwei Jahren ein juristisches Nachspiel hat. Um sich selbst nicht zu belasten, gab es also aus dieser Richtung keinerlei Erkenntnisse zu besagtem Geschehen. Die Ermittler der Kriminalpolizei haben aber auch die Gruppenbewegungen an jenem 13. Mai 2010 in der Region nachvollzogen. Andere Zeugen, die ebenfalls auf Männertagstour gewesen sind, bestätigten gestern vor der Kammer, dass ihnen nahe Bildhaus am späten Vormittag eine Gruppe entgegengekommen sei, die lautstark grölten und auch vom äußeren Erscheinungsbild zur rechten Szene gehöre. Ein 27-Jähriger benannte einen Mann, den er noch aus dem Kindergarten kannte und einen weiteren, der ihm aus dem Stadtbild bekannt sei. Ein anderer Zeuge erkannte den Mohlsdorfer Angeklagten und einen weiteren aus der rechten Gruppe, die er aus der Reudnitzer Umgebung kennt, weil er dort zur Schule gegangen ist. Um Widersprüche in der Personenbeschreibung des Greizer Angeklagten einmal in der Akte und zum anderen in der Zeugenaussage vor Gericht, geht es dem Verteidiger des 27-Jährigen, als er gestern neu beantragte, dazu sowohl den polizeilichen Ermittler als auch einen der Zeugen aus der angegriffenen Ausflüglergruppe zu hören. Der Verteidiger des Mohlsdorfers, der mit seinem Tattoo "Braune Teufel" am Kopf schon von sich reden machte, will jetzt Zeugen hören, die genau sagen können, wie lange der Mann den eindeutigen Körperschmuck schon trägt. Das Gericht bestätigte die Beweisanträge und setzte noch im Januar einen Fortsetzungstermin im Männertagsprozess an. Die Opfer der Schlägerei trugen Kiefer-, Jochbein- und Nasenbrüche davon. Der jetzige Nebenkläger, der erhebliche Kopfverletzungen davon trug, entging nur knapp dem Versuch, ihn mit dem Gesicht in die Glut eines Grills zu drücken.


04.Januar 2012/OTZ

Im Dezember 124 Arbeitslose mehr

Greiz.
Die Arbeitslosigkeit in der Geschäftsstelle Greiz der Arbeitsagentur Gera ist von November auf Dezember um 124 auf 1987 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug 10,6 Prozent. Dabei meldeten sich 433 Personen arbeitslos. Gleichzeitig beendeten 304 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es 5249 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 1088 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 5357 Abmeldungen von Arbeitslosen. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um 14 Stellen auf 121 gesunken. Arbeitgeber meldeten im Dezember 33 neue Arbeitsstellen. Seit Januar gingen 611 Stellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 62. Das Jobcenter des Landkreises Greiz zählte im Dezember 5002 Bedarfsgemeinschaften mit 8380 Leistungsempfängern. Im November waren es 4986 BG mit 8362 Empfängern. Deutlich gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen von 4484 im Vormonat auf aktuell 4800.
OTZ


04.Januar 2012/OTZ

Thüringen bleibt Spitze im Osten

Im Freistaat ist weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote in Ostdeutschland zu verzeichnen. Dennoch bleiben viele Ältere nach wie vor von der Entwicklung abgehängt und die Unterbeschäftigung wächst.

HalIe/Gera/Jena/Altenburg.

Trotz des Anstiegs um 0,4 auf 8,2 Prozent im Dezember habe Thüringen weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote in Ostdeutschland, sagte der Chef der Regionaldirektion, Kay Senius, gestern. Die Quote lag um 0,7 Punkte unter Vorjahresniveau.
Neben saisonalen Effekten, "die sich jedes Jahr im Winter beobachten lassen", verwies Senius auf die Anpassung der Arbeitsmarktinstrumente als Grund für den Anstieg im Dezember. "Allein die Arbeitsgelegenheiten sind im Vergleich zum Vorjahr um über die Hälfte reduziert worden", sagte er. Dass die Arbeitslosigkeit den noch geringer gestiegen sei, zeige die positive Entwicklung des Arbeitsmarkts.
Wie die Agentur weiter mitteilte, meldeten die privaten und öffentlichen Arbeitgeber im Dezember 5000 offene Stellen - 1200 weniger als im Vormonat. Innerhalb der ersten zehn Monate stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat um fast 33 000 auf 765 300.
Einmal mehr monierte Senius, die Älteren profitierten weit weniger von der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Im Jahres-schnitt sank die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahren nur um drei Prozent auf 39 700. Insgesamt ging die Erwerbslosigkeit hingegen um elf Prozent zurück. Dadurch stieg im Umkehrschluss der Anteil der älteren Generation an der Gesamt-arbeitslosigkeit auf Jahressicht von 35 auf über39 Prozent.
Mit Blick auf die Lage der Hartz-IV-Empfänger sagte Senius, sie seien 2011 seltener in Arbeit gekommen und häufiger wieder arbeitslos geworden. Er appellierte an die Firmen, angesichts des Fachkräftemangels nicht auf das Potenzial dieser Menschen zu verzichten.
Aufgrund unterschiedlicher wirtschaftlicher Rahmenbedingungen driften die Arbeitslosenquoten in den einzelnen Regionen des Landes auseinander.
Zu den Kreisen und kreisfreien Städte; die bei der Arbeitslosenquote im und überm Durchschnitt liegen, gehören Greiz (8,8), Gera (11,8) und Altenburger Land (11,9 Prozent).

Zahl der Erwerbstätigen unterm Niveau von 2008

In Ostthüringen hat sich im Dezember die Erwerbslosigkeit ebenfalls leicht erhöht - im Arbeitsagentur-Bereich Gera um 872 auf 12017 Frauen und Männer; das waren im Vergleich zum Vorjahresmonat 1395 Arbeitslose weniger. Die Quote betrug 9,2 Prozent; vor einem Jahr hatte sie sich auf 10,1 Prozentbelaufen.
Im Agentur-Bereich Jena waren 13 953 Menschen ohne Job - 688 mehr als vier Wochen zuvor. Im Vergleich zu Dezember 2010 gab es 1260 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 7,6 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 8,3 Prozent gewesen. Im Dezember 2011 waren im Altenburger Land 6002 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen - 194 mehr als im November. Die Quote stieg von 11,5 auf 11,9 Prozent. Im Dezember 2010 waren noch 318 Arbeitslose mehr bei der Agentur gemeldet, was einer Quote von 12,3 Prozent entsprach. Die höchste Dezemberarbeitslosigkeit im Altenburger Land wurde 1997 registriert. Damals waren noch 12 912 Arbeitslose gemeldet. Seither ist die Zahl der Betroffenen demnach um über die Hälfte gesunken.
Thüringens Arbeitsminister Matthias Machnig (SPD) erkennt dennoch "deutliche Bremsspuren" beim Abbau der Arbeitslosigkeit und warnt, die momentan guten Gesamtzahlen dürften "nicht den Blick für die Realität trüben".
Die Zahl der Erwerbstätigen in Thüringen sei zwar leicht auf 1 025 600 Personen gestiegen, liege aber immer noch knapp unter dem Niveau des Jahres 2008, betont Machnig und fordert weiterhin eine aktive Arbeitsmarktpolitik, um die nach wie vor bestehenden Strukturprobleme zu lösen.
Auch die Zahl der Arbeitslosen in Hartz IV sei zwar gesunken, mit fünf Prozent allerdings deutlich geringer als die der Bezieher von Arbeitslosengeld, die meist weniger als ein Jahr auf Jobsuche sind. Deren Zahl ging binnen Jahresfrist um 17,5 Prozent zurück. Zudem sei die Unterbeschäftigung - also die Arbeitslosigkeit inklusive aller arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, Kurzarbeit oder Arbeitsgelegenheiten - von gut 123 000 im November auf mehr als 126 000 gewachsen. OTZ


04.Januar 2012/MA

1. Ratssitzung 2012 der Gemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf

Teichwolframsdorf. Randvoll war der kleine Saal im Gasthaus "Zum grünen Tal" in Teichwolframsdorf gefüllt. Aus der Gaststube mußten noch alle verfügbaren Stühle herbeigeschafft werden.
Von den Abgeordneten waren 24 der insgesamt 28 anwesend. Entschuldigt hatten sich 4 Abgeordnete.
Einstimmig wurden die Hauptsatzung und die Geschäftsordnung der neuen Gemeinde beschlossen.
Christian Häckert (CDU), Beauftragter des Freistaates für die Landgemeinde bis zur Bürgermeisterwahl im April, sprach von einem "guten Start" für die künftige Zusammenarbeit.
Im Verlauf der Sitzung wurde Christian Häckert (CDU) zum ehrenamtlichen Ortschaftsbürgermeister von Mohlsdorf und Jürgen Reinhardt (Bürgerinitiative Teichwolframsdorf) zum ehrenamtlichen Ortschaftsbürgermeister für Teichwolframsdorf ernannt und die Bestellungsurkunden übergeben.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Wahl des Beigeordneten von Christian Häckert. Nominiert wurden Bernhard Blase (Freie Wähler Mohlsdorf), der bisher im Mohlsdorfer Gemeinderat dieses Ehrenamt inne hatte, und Franziska Grimm (CDU). Franziska Grimm setzte sich mit 17 Stimmen gegen Bernhard Blase (7 Stimmen) durch.
 
Auf 6 Mitglieder im Hauptausschuss einigten sich die Fraktionen des Gemeinderates.
Die Zusammensetzung des Gemeinderates:
CDU Mohlsdorf-Teichwolframsdorf (15 Plätze),
Freie Wähler Reudnitz (3),
Freie Wähler Mohlsdorf (2),
SPD Teichwolframsdorf (2),
Bürgerinitiative Teichwolframsdorf (2),
Wählergemeinschaft Freiwillige Feuerwehr (2),
Linke Teichwolframsdorf (1),
IWA Mohlsdorf (1)
 
Bei der Wahl einigten sich auf die sechs Mitglieder im Hauptausschuß und deren Stellvertreter, die jeweils bei einer Enthaltung und 23 Ja-Stimmen bestätigt wurden.
 
Hauptausschuß:
Mitglieder: Anett Gruschwitz, Daniela Volker, Gerd Halbauer (alle CDU Mohlsdorf-Teichwolframsdorf),Bodo Scheffel (SPD Teichwolframsdorf), Stefan Landberg (Freie Wähler Mohlsdorf), Annett Schmidt (Bürgerinitiative Teichwolframsdorf).
 
Stellvertreter:
Klaus Rohleder, Jörg Hierold, Franziska Grimm (alle CDU), Torsten Knoll (SPD), Bernd Wezel (Freie Wähler), Peter Rohde (BI).


03.Januar 2012/OTZ

Kleidercontainer ausgebrannt

Reudnitz. Am Sonnabend wurde gegen 23.15 Uhr die Feuerwehr alarmiert, da in der Äußeren Greizer Straße in Reudnitz der Inhalt eines Altkleidercontainers brannte. Zur Brandursache wird noch ermittelt. Der Container brannte aus. Der Sachschaden beträgt ungefähr 200 Euro.
OTZ


03.Januar 2012/OTZ

Landgemeinde wählt im April

Zum Leserbrief "Wo bleibt der Bürgerwille?" vom 15. Dezember:
 
Wollen kann man in der Politik viel, bloß in einem demokratischen Rechtsstaat, wie Deutschland es ist, entscheidet eben die Mehrheit. Bei mir sind weit über 500 Befürworter mehr als 42 Fusionsgegner. Täglich begegnen mir Leute, die alle sehr froh sind über unsere Fusion Mohlsdorf-Teichwolframsdorf und auch motiviert sind, unsere Landgemeinde mit aufzubauen nach diesem langen Kampf. Die Anfrage auf eine Angliederung von Waldhaus nach Greiz wurde mehrfach exakt von Bürgermeister, Gemeinderat und Kommunalaufsicht beantwortet dies ist jetzt nicht möglich. Die Lebensgewohnheiten der Waldhäuser ändern sich doch nicht. Greiz wird doch nicht weggesprengt. Ganz im Gegenteil, jetzt kann man dort auch wieder heiraten, da war Berga umständlicher. Ich wage zu bezweifeln, dass der Dorfverschönerungsverein von Greiz auch jährlich 50 Euro bekommen würde, so wie es jetzt der Fall ist und keiner fragt, was damit gemacht wird. Allzu viel ist ja nun wirklich noch nicht getan worden, ein Buswartehäuschen mit enormer Hilfe des Bauhofes und ein verkehrt herum eingepflanzter Baum gegenüber der Töpferwerkstatt und da wird über Streuobstwiesen diskutiert. Wer hätte das Gehölz finanziert? Eine Frage wirft sich da noch auf an den Verein, wäre denn die Obsternte den Tieren im Gehege zugutegekommen oder sind da private Vorteile bedacht worden? Passend zur Jahreszeit sollte man auch mal darüber nachdenken, wann sich ein Winterdienstfahrzeug aus Greiz in den Ortsteil Waldhaus verirren würde. Vielleicht so gegen Nachmittag. Derartiges ist alles durch unsere Gemeinde abgesichert. Die Fusion ist nicht zum Ärgern der Waldhäuser auf den Weg gebracht worden, sondern zu unserer kommunalen Eigenverwaltung. Ich wünsche für den Start für unsere Landgemeinde viel Glück, in der Hoffnung auf eine etwas kooperative Zusammenarbeit seitens der Waldhäuser mit den Vertretern unserer Gemeinde.
Gaby Serchen, Mohlsdorf


03.Januar 2012/OTZ

Startschuss für die Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf

Gerd Richter hat schon einmal die neuen Ortseingangsschilder
für den künftigen Internet Auftritt der Gemeinden Mohlsdorf
und Teichwolframsdorf entworfen.
Montage: Gerd Richter

Mohlsdorf und Teichwolframsdorf werfen seit Jahresbeginn einen gemeinsamen Schatten. Auf die Bevölkerung kommen einige Neuerungen zu, die hier erklärt werden.

Von Holger Zaumsegel

Mohlsdorf.Seit dem 1. Januar existiert die Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf. Wie geht es jetzt weiter, fragen sich die Einwohner. Hier einige Hinweise, was auf die Bevölkerung zukommt:
Heute ist in Teichwolframsdorf die konstituierende Sitzung des Gemeinderates. Bestehen wird er zunächst aus den 14 Teichwolframsdorfer und 14 Mohlsdorfer Gemeinderäten. Insgesamt hat er 28 Mitglieder. Im April finden dann Wahlen statt und der neue Gemeinderat wird die Arbeit aufnehmen, dann allerdings nur noch mit 20 Mitgliedern. Außerdem sind die jetzigen Ratsmitglieder gleichzeitig Ortschaftsräte von Mohlsdorf und Teichwolframsdorf, je nachdem, in welcher Gemeinde sie gewählt wurden. Die Ortschaftsräte haben für ihre aktuelle Legislatur, in beiden Teilen der Landgemeinde ist das bis 2014, bestand, erst dann gibt es auch hier Neuwahlen. Einen Bürgermeister hat die Landgemeinde derzeit nicht. Jürgen Reinhardt (Bürgerinitiative Teichwolframsdorf) und sein Mohlsdorfer Amtskollege Christian Häckert (CDU) sind ab sofort Ortschaftsbürgermeister. Christian Häckert ist darüber hinaus Beauftragter des Freistaates für die Landgemeinde. Er leitet in Abwesenheit eines Bürgermeisters also die Amtsgeschäfte für Mohlsdorf-Teichwolframsdorf mit allen daraus resultierenden Aufgaben. Ein neuer Bürgermeister wird wie der Gemeinderat am 22. April gewählt.

"Die Ummeldungen werden unbürokratisch und kostenlos gemacht."
Christian Häckert, Beauftragter der Landgemeinde

Eine Kandidatur für das Amt des Landgemeinde-Oberhaupts hat bisher noch niemand angekündigt. Die Verwaltung ist künftig wie folgt gegliedert: In Teichwolframsdorf, dem Sitz der Verwaltung, befinden sich Bau- und Ordnungsamt sowie Friedhofsverwaltung. Hier ist auch der Sitz des Ortschaftsbürgermeisters von Teichwolframsdorf. In Mohlsdorf sitzt natürlich der andere Ortschaftsbürgermeister und die Haupt- und Finanzverwaltung. Der Bauhof, der aus den bisher zwei zusammengeschlossen wurde, bleibt in Mohlsdorf und Teichwolframsdorf mit je einem Standort, den bisherigen, erhalten. Erhalten bleiben in beiden Ortschaften auch die Bürgerbüros. Bis auf mittwochs sind sie an allen Wochentagen geöffnet, das Mohlsdorfer Bürgerbüro am letzten Sonnabend im Monat zusätzlich für eine Stunde. Allerdings benötigen Bürgerbüros und Verwaltung durch Umzug und Computerumstellungen noch bis zum 9. Januar Zeit, um die Arbeit voll aufnehmen zu können. Christian Häckert bittet daher um Geduld. Es bestehe aber kein Grund zur Hektik. Erst am 1. Februar bekommt die Landgemeinde von der Post ihre neue Postleitzahl zugewiesen. Es wird für alle die von Mohlsdorf sein. Danach könnten die Einwohner ihre Ausweise unbürokratisch und kostenlos ummelden. Außerdem bestehe ein Jahr Zeit, die Ummeldung bei Kraftfahrzeugen durchzuführen. Auf Antrag werde die Gemeinde auch hier die Kosten tragen. Die genauen Modalitäten müssen aber noch geklärt werden.

 

Suche nach dem Oberhaupt

Holger Zaumsegel über den Start der Landgemeinde

"Mohlsdorf-Teichwolframsdorf, wir werden die Gemeinde mit dem längsten Namen", fand ein Großkundorfer zu Beginn des vergangenen Jahres auf einer Einwohnerversammlung und erntete für diese Aussage reichlich Lacher. Jetzt ist es amtlich, die Landgemeinde ist kein Wunschdenken mehr, sondern Realität. Was sie außer dem langen Namen mit sich bringt, wird die Zukunft zeigen. Viele Einwohner werden sich sicherlich auch fragen, wer das Oberhaupt von Mohlsdorf-Teichwolframsdorf wird. Die augenscheinlichen Kandidaten sind die beiden Bürgermeister Jürgen Reinhardt und Christian Häckert. Sie haben ihre Kandidatur aber noch nicht verkündet. Dabei sind es gerade diese Häuptlinge, die durch die Landgemeinde Einfluss verloren haben. Zumindest ihr Stimmrecht im Gemeinderat, dem sie als Ortschaftsbürgermeister nur noch in beratender Form zur Seite stehen. Der neue Bürger-meister darf dann nicht nur mitreden, sondern auch wieder mit abstimmen. Ob es einer der beiden wird oder ob es eine Überraschung gibt, werden wir jedenfalls bald erfahren.